Nach vierter gelber Karte: Hirsch gegen Schweinfurt gesperrt
Beim 1:6 in Wiesbaden musste MSV-Coach Dietmar Hirsch nicht nur die höchste Niederlage seiner Amtszeit hinnehmen, sondern in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch noch eine gelbe Karte. Es war eine Verwarnung mit Folgen. Denn weil es nach DFB-Angaben seine vierte in dieser Saison war, ist er für das Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt gesperrt.
Proteste nach Foulspiel
Er war mächtig sauer, Dietmar Hirsch, nachdem Jan-Simon Symalla im Anschluss an einen Zweikampf mit Wiesbadens Justin Janitzek zu Boden gegangen und liegengeblieben war, Wiesbaden aber weiterspielte und aus dem Angriff dann das 3:0 erzielte. Gegenüber dem Schiedsrichter-Gespann brachte er seinen Ärger anschließend deutlich zum Ausdruck, was die gelbe Karte zur Folge hatte.
Nach Einschätzung von liga3-online.de-Experte Babak Rafati war die Aufregung berechtigt: "Bei diesem Zweikampf will Symalla zum Ball, wird dabei aber von Janitzek am Arm festgehalten und daran gehindert, an den Ball zu kommen. Janitzek hakt sich bei Symalla ein und reißt ihn dann zu Boden. Das ist ein Foulspiel, und es hätte somit einen Freistoß geben müssen. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen und den anschließenden Treffer anzuerkennen."
Während der Partie auf der Tribüne
Nachdem Hirsch in dieser Saison bereits in den Spielen gegen Rostock, 1860 und Aue jeweils verwarnt worden war, sah er nun zum vierten Mal Gelb – und ist somit für das Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt am nächsten Samstag gesperrt. Hirsch ist der erste Trainer der laufenden Serie, der von einer Gelb-Sperre betroffen ist.
Im Duell mit dem Schlusslicht muss der 54-Jährige am Samstag auf der Tribüne Platz nehmen, darf aber – im Gegensatz zu einer Rot-Sperre – direkt vor und nach dem Spiel in die Kabine und während der Partie auch Kontakt zur Mannschaft aufnehmen. An der Seitenlinie wird Hirsch von seinen Co-Trainern Marvin Höner und Uwe Speidel vertreten.