1860 unter Druck: "Jeder muss sich zusammenreißen"

Bei 1860 München bleibt die Lage vor dem Gastspiel beim TSV Havelse (Samstag, 14:00 Uhr) angespannt – sportlich wie personell. Dennoch sollen nach fünf sieglosen Spielen unbedingt drei Punkte her.

"Nicht in der Position, irgendwen zu unterschätzen"

Es waren klare und deutliche Worte, die Präsident Gernot Mang unter der Woche nach der Niederlage beim VfB Stuttgart II (1:2) in einem Interview angesichts der aktuellen Negativserie gefunden hatte. Unter anderem hatte der 57-Jährige Mentalität und Siegeswillen infrage gestellt. Das wollte Trainer Markus Kauczinski bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag nicht so stehen lassen: "Ich glaube, dass man schon Mentalität und diesen Willen zum Sieg gesehen hat." Entscheidend seien vielmehr individuelle Fehler und einfache Gegentore gewesen: "Wir bekommen zu leichte Gegentore, machen zu viele Fehler." Insgesamt habe es "an Struktur" gefehlt. "Das war einfach nicht gut genug von uns."

Die sieglose Phase "beschäftigt die Spieler und auch mich selbst", räumte der Trainer ein. Dennoch sei es gelungen, den Fokus wieder nach vorne zu richten und "die Dinge abzuschütteln". Entscheidend sei nun, Konstanz ins eigene Spiel zu bringen und Schwächephasen zu vermeiden. "Jeder einzelne muss sich zusammenreißen und seinen Job machen." Mit dem TSV Havelse wartet zwar der Tabellenvorletzte, doch von Überheblichkeit will in München niemand etwas wissen. "Es kommt nur auf uns an!“, stellte Kauczinski klar. Seine Mannschaft sei "nicht in der Position, irgendwen zu unterschätzen". Zumal der TSV aus den letzten Partien sogar mehr Punkte geholt hat als die Löwen. Statt auf den Gegner zu schauen, müsse man "das Glück erzwingen", "mutig sein" und "sich einfach mehr einsetzen", um die Trendwende einzuleiten.

Neun Ausfälle

Allerdings müssen die Löwen weiterhin auf zahlreiche Spieler verzichten. Neben den Langzeitverletzten Tunay Deniz (Knieverletzung) und Max Christiansen (Operation) stehen auch Sean Dulic (Muskelfaserriss), Samuel Althaus ( Probleme im Hüftbeuger) und Manuel Pfeifer (Muskelfaserriss) nicht zur Verfügung. Kapitän Jesper Verlaat ist nach Wadenproblemen zwar wieder teilweise im Training, aber "noch nicht einsatzfähig". Man baue ihn "behutsam auf" und schaue "von Woche zu Woche", so Kauczinski. Darüber hinaus fehlen Kevin Volland und Florian Niederlechner gelb-gesperrt, zudem ist Loris Husic mit der österreichischen U19 unterwegs.

Wer Volland ersetzen wird, ist noch offen. Kauczinski prüft verschiedene Optionen – sowohl personell als auch taktisch: "Es gibt die Möglichkeit, ob wir mit einer Spitze spielen, zwei Zehnern, oder ob wir die Position eins zu eins ersetzen können." Maximilian Wolfram und David Philipp gelten als Kandidaten. "Wir haben Jungs, die das können", betonte der Coach. Klar ist bereits, wer auf den Außenbahnen der Fünferkette beginnen soll. Clemens Lippmann ist gesetzt, da er "der Konstanteste" sei, erhält Tim Danhof den Vorzug gegenüber Marvin Rittmüller. Er habe sich das "verdient", weil er "Einsatz gezeigt hat“ und "mutig ist". Ob im Eilenriedestadion am Samstag der erste Sieg der Rückrunde gelingt, wird sich dann am Samstag zeigen.

   

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