"Bisschen ungeduldig": Brinkmann wundert sich über Unruhe

Nach dem Ende der Erfolgsserie von zwölf Spielen in Folge ohne Niederlage holte Hansa Rostock aus den letzten beiden Partien nur noch einen Punkt, was im Umfeld derzeit für etwas Unruhe sorgt – sehr zur Verwunderung von Trainer Daniel Brinkmann.

"Brutal viele Themen verbessert"

Nein, auf Social-Media-Kanälen oder gar in Foren ist Brinkmann nicht unterwegs, "dennoch bekomme ich es natürlich mit, wenn gehadert wird", sagte er bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag. Dass allerdings schon nach zwei sieglosen Spielen etwas Unruhe aufkommt, verwundert den 40-Jährigen: "Wir haben in den letzten 14 Spielen 29 Punkte geholt – bei einer Tordifferenz von plus 17." Nach dem schwachen Saisonstart (nur elf Punkte aus den ersten zehn Partien) habe Hansa "brutal viele Themen verbessert", betonte Brinkmann und machte klar: "Ich finde es ein bisschen ungeduldig, wenn man immer sofort das Haar in der Suppe sucht, nur weil man keine Serie von zwei bis drei Siegen hat."

Zwar habe er sich "maßlos" über den späten Ausgleich in Hoffenheim geärgert, "aber unter dem Strich haben wir ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gemacht und gegen eine der besten Offensiven nur vier Torchancen zugelassen". Überhaupt lasse Hansa die wenigsten Torschüsse aller Klubs zu und schieße am häufigsten auf das Tor, führte Brinkmann an. "Es gibt ganz viele Parameter, die für uns sprechen." Deswegen würden ihn Ergebnisse nicht sofort verunsichern, stattdessen bleibe er optimistisch. "Ich möchte nicht, dass wir diese Ungeduld haben. Die Saison geht noch einige Spiele, und sicherlich kommen jetzt Spiele auf uns zu, in denen wir uns positionieren müssen. Dem stellen wir uns auch, aber mehr ist es dann eben auch nicht."

"Es wird schwer, sie zu knacken"

Eines dieser Spiele ist das Duell gegen den VfL Osnabrück am Samstag. Die Lila-Weißen sind Tabellendritter, liegen aber nur drei Zähler vor der Kogge. Mit einem Sieg würde Hansa aufgrund der besseren Tordifferenz vorbeiziehen und ein Statement im Aufstiegskampf setzen. "Es wird eine sehr schwere Aufgabe, aber wir wollen uns mit den Besten messen. Und Osnabrück gehört aktuell zweifelsohne dazu." Dass der VfL die beste Auswärtsmannschaft der Liga ist und zudem die wenigsten Gegentore kassiert hat, ist Brinkmann bewusst. "Es wird schwer, sie zu knacken. Aber ich glaube trotzdem, dass wir selbstbewusst in das Spiel gehen dürfen." Zumal Hansa trotz einer offensiveren Spielweise als der VfL die zweitbeste Abwehr stellt, wie der Hansa-Coach betonte.

Ausfallen wird – neben Milosz Brzozowski (Trainingsrückstand nach Knieverletzung) – Victor Bergh, der in Hoffenheim seine fünfte gelbe Karte gesehen hat. Als Alternativen zählte Brinkmann mit Nico Neidhart, Leon Reichardt und Felix Ruschke gleich drei Spieler auf. Bis zu 23.000 Zuschauer werden am Samstag im Ostseestadion dabei sein. Holt Hansa drei Punkte, dürfte die aufkeimende Unruhe im Keim erstickt werden. Bei einer Niederlage wird sie allerdings noch größer werden, schließlich würde der FCH dann schon sechs Zähler hinter dem VfL liegen.

   

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