"Total irre": MSV untermauert Ambitionen – Sorgen um Borkowski

Mit dem deutlichen 4:2-Erfolg im Topspiel gegen den SC Verl hat der MSV Duisburg ein Ausrufezeichen gesetzt und seine Ambitionen einmal mehr untermauert. Sorgen gibt es allerdings um Dennis Borkowski, der sich erneut verletzt hat.

"So ein Spiel hat man nur einmal in der Saison"

Wie der MSV das Topspiel des 23. Spieltages derart deutlich gewinnen konnte? Die Antwort ist ganz einfach: "Wir waren extrem effektiv", hielt Trainer Dietmar Hirsch am Mikrofon von "MagentaSport" fest. "Wir schießen vier- oder fünfmal aufs Tor und machen vier Tore. Es war total irre. So ein Spiel hat man nur einmal in der Saison. Es hätte auch 4:4 ausgehen können, da hätten wir uns nicht beschweren können", konnte der 54-Jährige das Spielglück kaum fassen und sprach vom "vielleicht anstrengendsten Spiel meiner Trainerkarriere".

Matchwinner war einmal mehr Lex Tyger Lobinger, der die Duisburger bereits nach zwei Minuten in Führung brachte und kurz vor Pause dann auch noch das 3:1 erzielte. "Unfassbar, das war der X-Faktor zum Spiel", sagte Hirsch, wollte aber nicht nur den Stürmer hervorheben. "Ich möchte die ganze Mannschaft loben: Wir haben gelitten, stark verteidigt und in der 1. Halbzeit dreimal die Grundordnung umgestellt." Zunächst hatte Duisburger die Verler hochgepresst, was gegen die "mit Abstand spielerisch beste Mannschaft" der Liga aber nicht lange gutging. Erst mit mehr Kompaktheit im Mittelfeld bekam Duisburg den Sportclub besser in den Griff.

Großen Anteil am Sieg hatten auch Ben Schlicke, der für den gesperrten Alexander Hahn in die Startelf gerückt war und erst zum vierten Mal in dieser Saison auf dem Platz stand, und Niklas Jessen. Auch für den 22-Jährigen, der kurz vor dem Seitenwechsel eingewechselt wurde, war es erst der achte Einsatz in dieser Saison. "Ich bin mega stolz auf die Jungs. Sie haben stark verteidigt, obwohl sie kaum Spielpraxis hatten."

Borkowski erneut an der Wade verletzt?

Dass Jessen in die Partie kam, war der Auswechselung von Dennis Borkowski geschuldet, der sich ohne Gegnereinwirkung verletzt hatte. Gerade erst war der 24-Jährige nach einer langwierigen Wadenverletzung, die ihn seit September außer Gefecht gesetzt hatte, zurückgekehrt. Laut Hirsch könnte dieselbe Stelle nun erneut betroffen sein. Eine genaue Diagnose steht aber noch aus. "Er ist extrem deprimiert, weil er eine lange Leidenszeit hinter sich hatte. Wir müssen ihn wieder aufbauen, aber das bekommen wir hin. Wir sind eine geile Truppe."

Das hob auch Patrick Sussek hervor, der an seinem 26. Geburtstag erst das 3:1 vorbereitete und das 4:1 unmittelbar nach der Pause dann selbst erzielte (47.): "Wir haben alles investiert, es hat sich gelohnt. Die Mentalität ist unsere besondere Stärke. Wir verteidigen mit allem, was wir haben, und wissen, worum es geht. Wir müssen jeden Spieltag gucken, dass wir die PS auf den Platz bekommen."

Durch den 4:2-Erfolg sind die Zebras als einziges Team der Liga zuhause weiterhin ungeschlagen, auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt und bis auf einen Zähler an Spitzenreiter Cottbus dran. Am nächsten Samstag steht nun das Duell beim SV Wehen Wiesbaden an, der seine letzten vier Heimspiele allesamt gewonnen hat. Ob sich die Zebras dann ähnlich effektiv zeigen wie am Sonntagabend?

   

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