Energie-Präsident Lemke: "Wir wollen dieses Wunder schaffen"

Mit acht Punkten aus vier Spielen ist Energie Cottbus stark aus der Winterpause gekommen und hat die Tabellenführung übernommen. Weil der Klassenerhalt angesichts von bereits 44 Zählern sicher sein dürfte, soll nun der Aufstieg her, wie Präsident Sebastian Lemke vor dem Spiel in Ingolstadt am Samstag klarmachte.

Klassenerhalt? "Nimmt uns keiner mehr ab"

Lange übten sich die Lausitzer in den letzten Wochen und Monaten beim Thema Aufstieg in Zurückhaltung, nun ist Präsident Sebastian Lemke in die Offensive gegangen: "Das Wort ‘Klassenerhalt’ brauchen wir nicht mehr in den Mund nehmen, das wäre vermessen und das nimmt uns auch keiner mehr ab", sagte er am Samstag im "MagentaSport"-Interview. "Würden wir nur um den Klassenerhalt spielen wollen, hätten wir keine Verpflichtungen mehr gemacht. Wir wollen dieses Wunder schaffen. Wenn im Mai ein großer Traum wahr wird, werden wir uns nicht dagegen wehren."

Sollte Energie nach zwölf Jahren die Rückkehr in die 2. Liga schaffen, "wäre das etwas Außergewöhnliches", sagte Lemke und verwies darauf, dass andere Vereine "komplett andere Möglichkeiten" hätten. Auch mit den Verpflichtungen von Ex-Bundesliga-Spieler Tolga Cigerci und Mladen Cvjetinovic, der mit einem Marktwert von 600.000 Euro der wertvollste Spieler im Kader ist, "sind wir nicht der Favorit", so der FCE-Boss. Gleichwohl habe Energie "gute Möglichkeiten", die Lemke auch nicht kleinreden wollte.

"Letztes Jahr wäre es ein Schritt zu früh gewesen"

Schon in der letzten Saison spielte Cottbus lange um den Aufstieg mit, verlor im Endspurt dann aber die Puste und musste sich mit Platz 4 zufrieden geben – drei Zähler fehlten zum Relegationsrang. Lemke räumte aber ein: "Letztes Jahr wäre es ein Schritt zu früh gewesen. Das wäre im Verein kaum stemmbar gewesen." Nun sei die ganze Mannschaft und der Staff nochmal enger zusammengewachsen. "Wir haben aus den Erlebnissen aus der Saison und des letzten Spieltages unsere Lehren gezogen und haben den Kader gut zusammengestellt."

Dennoch will Energie trotz der bisher starken Saison auch weiter Bodenhaftung behalten: "Wir sollten nicht gleich sagen ‘wir müssen hoch’, sondern von Spiel zu Spiel gucken. Dann haben wir große Chancen." Den nächsten Schritt wollen die Lausitzer am kommenden Samstag gegen Mannheim gehen.

   

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