Zwei-Tore-Führung verspielt: Hansa nur Remis in Hoffenheim
Im ersten Sonntagsspiel trennten sich die TSG Hoffenheim II und Hansa Rostock mit 2:2. Nachdem die Kogge durch Carstens und Holten bereits mit 2:0 in Führung lag, kam Hoffenheim in der Schlussphase noch zurück – auch aufgrund strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen. Durch das Remis verpasste Hansa den Sprung auf Platz 4, während die TSG erstmals in diesem Jahr punktete.
Hansa jubelt dank Carstens
TSG-Chefcoach Stefan Kleineheismann veränderte seine Startelf nach der 1:3-Niederlage gegen Energie Cottbus auf vier Positionen: So durften Abraha, Engelns, Eduardo und El-Jindaoui anstelle von Lässig, Strobl, Llugiqi und Donkor starten. Auf der Gegenseite wechselte Hansa-Trainer Daniel Brinkmann aufgrund der deutlichen 0:3-Klatsche gegen den FC Ingolstadt dreifach: Für Dirkner und Dietze rückten Harenbrock sowie Winter-Neuzugang Kunze in die Startelf. Außerdem nahm Holten die Rolle von Naderi ein, den es zu den Glasgow Rangers verschlug.
Beide Teams versuchten von Beginn an, es ruhig und kontrolliert anzugehen, wobei die Hausherren leichte Vorteile in der Chancenverteilung hatten. In der 9. Minute probiert es El-Jindaoui zum ersten Mal mit einem flachen Schuss aus knapp 18 Metern, doch Uphoff war rechtzeitig am Boden, um die Kugel aufzunehmen. Die Gäste aus der Hansestadt taten sich etwas schwerer in ihren Offensivbemühungen und mussten bis zur 25. Minute auf ihren ersten Torschuss warten. Dann probierte es Harenbrock mit einem Dropkick, der sich gefährlich senkte und Petersson dazu zwang, das Leder über die Latte zu lenken. Die Kogge erarbeitete sich in der Folge mehrere Eckbälle, wovon Carstens profitiere. Der große Verteidiger stieg in der 30. Minute am höchsten und köpfte das Leder in die Maschen des gegnerischen Kastens.
Vom Gegentreffer angestachelt, preschten die Hausherren direkt nach vorne und fanden Eduardo, der im allerletzten Moment von Carstens entscheidend gestört wurde, sodass sein Abschuss knapp am Kasten vorbei ging (31.). Die kurze Konzentrationslosigkeit auf Seiten von Hansa hatte die Wirkung, dass sich das Team von Daniel Brinkmann kompakter aufstellte. Nach einem Tempo-Gegenstoß landete der Ball bei Voglsammer, der im Sechzehner freistehend abschloss und mit ansehen musste, wie die Kugel von der Unterkante des Querbalken auf der Torlinie landete und von dort wegsprang (39.). Kurz vor der Halbzeit kamen die Hausherren zwar noch zu einer aussichtsreichen Freistoßgelegenheit, aber weil Hennrich weit über das Tor zielte (45.+1), gingen die Gäste mit einer knappen Führung in die Halbzeit.
Zeitler vollendet TSG-Comeback
Die zweite Hälfte startete deutlich offensiver, als noch in den ersten 45 Minuten. Die Gastgeber probierten es durch Eduardo (52.) sowie Hennrich (54.) mit Kopfbällen, die das Gehäuse allerdings deutlich verpassten. Danach wurden die Rostocker wieder aktiver. Kunze prüfte Petersson aus der Distanz, ohne Erfolg (57.). Besser machte es Mejdr, der sich auf der rechten Außenbahn von seinem Gegenspieler befreite, die Kugel in den Sechzehner brachte und dort Holten vorfand, welcher künstlerisch per Hacke vollendete (60.).
Trotz des 0:2 gaben sich die jungen Spieler der TSG noch nicht auf und drängten auf den Anschlusstreffer. Einen Distanzschuss des eingewechselten Honajzer ließ Uphoff zur Seite abprallen, wo Hör goldrichtig stand und in Stürmer-Manier abstaubte (70.). Wenig später wollte es auch Erlein aus der Distanz wissen, diesmal flog die Kugel knapp am Pfosten vorbei (75.). Kurz vor Ende der Partie gab es dann noch reichlich Aufregung: Nachdem den Rostockern ein Handelfmeter verwehrt wurde, nachdem Honajzer das Spielgerät an den Arm bekommen hatte (84.), traf Bergh auf der Gegenseite Hencke mit der Hand im Gesicht, und diesmal gab es den Pfiff für die TSG – wenngleich dieser durchaus hart war. Den anschließenden Strafstoß nahm Zeitler an sich und verwandelte sicher (87.), was auch gleichzeitig das Endstand-Ergebnis bedeutete.
Die U23 der TSG Hoffenheim schnappt sich durch das Comeback den ersten Zähler im neuen Jahr und sichert sich hierdurch weiterhin den 11. Tabellenplatz. Hansa verpasst hingegen den sechsten Auswärtssieg in Serie und lässt wichtige Punkte im Aufstiegskampf liegen, springt allerdings vorerst auf den 5. Rang. In der kommenden Woche treffen die Hanseaten auf den VfL Osnabrück, während es die Hoffenheimer gegen den SC Verl ebenfalls mit einem Aufstiegsaspiranten zu tun bekommen.