1860 empfängt die Alemannia: Was für wen spricht
Im Grünwalder Stadion kommt es am Samstag (14 Uhr) zum Duell zwischen 1860 München und Alemannia Aachen. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Heimstärke: Im heimischen Grünwalder Stadion sind die Löwen in dieser Saison eine Macht. Sechs von elf Partien konnte 1860 für sich entscheiden, nur zwei Partien gingen verloren. Die übrigen drei Duelle endeten Remis. Somit stehen die Münchner bei 21 Punkten, was im Liga-Vergleich zusammen mit Rot-Weiss Essen den dritten Platz bedeutet. Nur die Spitzenteams aus Cottbus und Duisburg sind mit jeweils 24 Heimpunkten noch besser.
Erfahrung: Die 33 Spieler im Kader der Löwen verfügen insgesamt über die Erfahrung von 2.400 Drittliga-Spielen. Allein René Vollath, Jesper Verlaat, Thore Jacobsen, Maximilian Wolfram und Morris Schröter kamen jeweils über 200 Mal in der 3. Liga zum Einsatz. Nur der 1. FC Saarbrücken kann mit 2.588 Partien seiner Akteure in der 3. Liga mehr Erfahrung vorweisen. Die Alemannia-Spieler kommen dagegen lediglich auf 1.648 Einsätze in der höchsten Spielklasse des DFB, was im Liga-Vergleich den neunten Platz bedeutet.
Gute Erinnerungen: Die Gesamtbilanz spricht zwar knapp für die Alemannia, doch in der 3. Liga sind die Löwen gegen Aachen in drei Spielen noch unbesiegt. Die letzten beiden Aufeinandertreffen konnten die Löwen gewinnen – beim Hinspiel im vergangenen August setzte sich 1860 durch zwei späte Tore mit 2:0 durch -, davor gab es ein Remis. Die Erinnerungen an die Schwarz-Gelben sind also gut.

Auswärtsstärke: 18 ihrer 24 Zähler holte die Alemannia in fremden Stadien – und gehört damit zu den auswärtsstärksten Teams der Liga. Nur Osnabrück (20 Zähler), Rostock und Verl (jeweils 19 Punkte) sind in der Fremde noch erfolgreicher. In den vergangenen fünf Auswärtsspielen musste sich Aachen nur bei Tabellenführer Duisburg geschlagen geben. Zuletzt siegten die Schwarz-Gelben mit 3:2 in Hoffenheim und reisen daher mit Rückenwind an die Grünwalder Straße.
Bilanz: Den Daten von "transfermarkt.de" zufolge, standen sich beide Klubs bislang 27 Mal gegenüber. Neunmal ging Aachen dabei als Sieger vom Platz, während die Löwen nur sieben Spiele gewinnen konnten. Die letzten beiden Duelle gingen zwar an München, davor blieben die Aachener zwischenzeitlich aber viermal in Folge ungeschlagen.
Gindorf & Schroers: Was Engelhardt und Cigerci für Cottbus sind, sind Gindorf und Schroers für die Alemannia: Zusammen waren sie an 21 der 31 Aachener Saisontore beteiligt. Nur das angesprochene Cottbuser Duo sammelte im Liga-Vergleich noch mehr Scorerpunkte (25). Mit 14 Treffern ist Gindorf sogar der Top-Torjäger der 3. Liga, Schroers steht bei sieben Toren und vier Vorlagen. Immer wenn Gindorf getroffen hat, ging Aachen als Sieger vom Platz. So auch letzten Samstag in Hoffenheim, als der 24-Jährige seine Torlos-Serie beendet hat.