"So reicht es aktuell nicht": Holtz wird nach 0:4-Packung deutlich
Der Start ins neue Jahr ist dem SV Waldhof Mannheim missglückt. Nach dem 2:5 gegen den SC Verl setzte es gegen Hansa Rostock die nächste deutliche Niederlage: 0:4 hieß es, zudem mussten die Buwe rund 60 Minuten lang in Unterzahl spielen. Trainer Luc Holtz machte bei seiner Mannschaft gleich mehrere Defizite aus und sprach diese auch deutlich an.
"Ins eigene Knie geschossen"
Knackpunkte für die deutliche Niederlage des SV Waldhof gegen Hansa Rostock gab es viele. "Wir waren in den Zweikämpfen einfach zu lieb und zu nett – gerade in der 1. Halbzeit. Da haben wir gefühlt keinen Zweikampf gewonnen", sagte Cheftrainer Luc Holtz bei "MagentaSport". Felix Lohkemper ergänzte: "Mit der Gelb-Roten Karte haben wir uns ins eigene Knie geschossen, das war natürlich scheiße. Danach sind wir der Musik hinterhergelaufen. Nach dem 0:2 muss ich einen machen, dann kommen wir ran und können vielleicht sogar das 2:2 erzwingen." Zunächst setzte der Stürmer der Kurpfälzer einen Kopfball in die Arme von Uphoff, knapp zehn Minuten später scheiterte er völlig freistehend am ausgestreckten Bein des Hansa-Keepers.
Beim Platzverweis sprach Holtz von einer von vielen Entscheidungen in den letzten Wochen, "die derzeit nicht gut sind". Zehn Minuten nach seiner ersten Gelben Karte rauschte Emmanuel Iwe ohne Not in das Bein von Jan Mejdr und flog dafür vom Platz. "Wir sind da im Kopf nicht nüchtern genug. Da war auch Frust dabei", meinte der Trainer. Lohkemper sah es ähnlich deutlich: "Er darf da nicht so ungestüm in den Zweikampf gehen, wenn man schon Gelb hat. Das war nicht clever von ihm."
Gegen Köln "den Arsch hochbekommen"
Nachdem der SV Waldhof über Phasen hier und da noch nach oben geschielt hatte, richtet sich der Blick nach vier sieglosen Spielen nun wieder nach unten. Das rote Licht gehe allerdings noch nicht an, zumal der Vorsprung auf die Abstiegsplätze noch sieben Punkte beträgt. Dennoch "müssen wir jetzt den Arsch hochkriegen", mahnte Lohkemper, "damit wir nicht in einen negativen Flow reinkommen". Holtz sieht dafür noch einiges an Verbesserungspotenzial: "Wir sind derzeit mit und gegen den Ball unzureichend. Im Gesamtpaket reicht es aktuell nicht, um in der 3. Liga bestehen zu können. Da haben wir unsere Grenzen aufgezeigt bekommen."
Wie ein Weg aus der Situation führen soll? "Durch Arbeit, Arbeit, Arbeit. Die Mannschaft weiß, dass sie es besser machen muss", sagte Holtz, wollte aber trotz 14 Gegentoren in den letzten vier Partien noch nicht von einer Krise sprechen. In einer Woche gastiert der SVW bei Viktoria Köln. Neben Iwe wird dann aber wohl auch Neuzugang Oluwaseun Ogbemudia fehlen, der sich zu Beginn der zweiten Halbzeit am Fuß verletzt hat. Holtz sprach von einem "herben Rückschlag" und hofft, dass es sich nicht um einen Bruch handelt. Genaueres sollen Untersuchungen am Montag zeigen.