Stadionumbau beim VfL: Abriss der Tribünen wohl nicht im Sommer

Die Sanierung der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück könnte sich etwas verzögern. Zwar sind die Gelder bewilligt, doch mit dem Abriss der Tribünen wird voraussichtlich erst in der kommenden Winterpause begonnen. Grund dafür ist unter anderem die Bewerbung um mögliche Fördergelder in Millionenhöhe.

Baubeginn noch offen

Nachdem der Rat der Stadt Osnabrück im November die Finanzierung für die Sanierung des Stadions freigegeben hatte, sollen insgesamt 67 Millionen Euro investiert werden, davon 33 Millionen aus dem städtischen Haushalt. Ein konkreter Baubeginn steht allerdings weiterhin nicht fest. "Weil noch so vieles offen ist“, erklärt Jan Jansen, Leiter der Osnabrück-Halle und Chef der Stadiongesellschaft, in der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Ursprünglich sollte die Ausschreibung für einen Generalunternehmer im März erfolgen. Voraussetzung dafür seien jedoch abgeschlossene Ausführungsplanungen. "Bis dahin sind die Ausführungsplanungen des Planungsbüros abgeschlossen", so Jansen. Diese seien notwendig, "um den Prozess zu starten". Nun könnte sich dieser Schritt etwas verzögern.

Bis zu acht Millionen Euro Fördergelder

Hintergrund ist die Bewerbung der Stadt um Fördermittel aus dem Bundesprogramm zur kommunalen Sportstättenförderung. Osnabrück hat sich mit zwei Projekten beworben, darunter die Sanierung der Bremer Brücke. Die Entscheidung wird frühestens Ende Februar erwartet. Erst nach einer möglichen Förderzusage darf ein Generalunternehmer gesucht werden. "Halten wir uns nicht daran, laufen wir Gefahr, aus dem Wettbewerb genommen zu werden", betont Jansen.

Schließlich gehe es um bis zu acht Millionen Euro, die den städtischen Zuschuss deutlich reduzieren könnten. "Wenn wir eine Chance haben, warten wir dafür gerne etwas ab", sagt Jansen und ergänzt: "Diese Regel ist durchaus sinnvoll. Schließlich muss ein Generalunternehmer eng planen und das ist nur möglich, wenn er genau weiß, was ihn erwartet."

Geschäftsstelle und Fanshop müssten ausgelagert werden

Damit erscheint ein Baubeginn im Sommer laut der Zeitung zunehmend unwahrscheinlich. Ein Start während der laufenden Saison gelte ebenfalls als wenig sinnvoll, sodass vieles auf einen Abrissbeginn in der Winterpause hindeute, wie es heißt. Zudem würden bei einem Abriss der Tribünen Geschäftsstelle und Fanshop vorübergehend ausgelagert werden müssen. Auch deshalb sei eine Entzerrung des Zeitplans hilfreich.

"Wir sind seit letztem Jahr bei allen Ampeln ständig über Gelb gefahren. Bisher ist es gut gegangen, aber jetzt wäre es sinnvoll, etwas vom Gas zu gehen, um die Gefahr eines Unfalls zu verringern", erklärt Jansen. Geprüft werde dennoch, ob im Sommer zumindest vorbereitende Maßnahmen starten können. Der eigentliche Tribünenabriss sei jedoch weiterhin eher für den Winter vorgesehen. Ob alle Tribünen gleichzeitig oder schrittweise abgerissen werden, soll erst nach Auswahl eines Generalunternehmers entschieden werden.

   

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