FCI-Boss Jackwerth: Sportliche Lage "noch nicht so dramatisch"
Erst 17 Punkte und nur aufgrund der besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsplatz: Bislang blickt der FC Ingolstadt auf eine eher enttäuschende Saison zurück. Präsident Peter Jackwerth ist aber noch gelassen.
Panik "nicht angebracht"
Noch sehe er das sportliche Abschneiden "nicht so dramatisch", wie der 68-Jährige in einem Interview mit dem "Donaukurier" betont. Die jüngsten Spiele seien "denkbar schlecht" für den FCI gelaufen. "Wir waren lediglich in der Begegnung bei Viktoria Köln (1:3) chancenlos. Ansonsten waren wir stets auf Augenhöhe, und wenn wir unsere Chancen besser verwerten, könnten wir mindestens mit sechs Punkten mehr dastehen. Deswegen sollten wir noch ein bisschen Geduld haben." Panik sei daher nicht angebracht.
"Klar stehen wir momentan in der Tabelle unten. Aber gewinnen wir zwei Spiele hintereinander, sind wir wieder Zehnter oder Elfter, verlieren wir, sind wir vielleicht Viert- oder Drittletzter. Wir sind in Schlagdistanz zu den anderen Mannschaften." Wichtig sei nun, "dass sich langsam mal ein Stamm in der Mannschaft herausbildet, der es schafft, ein Spiel auch mal dreckig nach Hause zu bringen. Das fehlt uns ein bisschen".
"Noch sind wir relaxed"
Nachdem der Etat im vergangenen Sommer deutlich reduziert worden war, wurde der Aufstieg erstmals nicht als Ziel ausgegeben. Auch generell muss der FCI kleinere Brötchen backen. "Wir müssen uns davon verabschieden, was wir einmal waren. Die Bundesliga war ein Highlight, aber entstand ein bisschen zufällig und war nicht geplant. Aber ich sehe immer noch für die Stadt und unseren Verein, dass wir ein typischer Zweitligist sein könnten, nur müssen wir uns das erst wieder erarbeiten."
Sollte der Erfolg in den nächsten Wochen und Monaten ausbleiben, dürften auch Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer, Sportdirektor Ivica Grlic und Trainerin Sabrina Wittmann auf den Prüfstand kommen. "Wenn der Erfolg ausbleibt, werden wir das klar ansprechen", so Jackwerth. "Aber wir denken, dass wir sportlich erfolgreich sein können. Noch sind wir relaxed."
"Wir sind nah dran"
Am Samstag sollen nun drei Punkte gegen Hoffenheim II her, um nicht unter den Strich zu rutschen. Dass ein Abstiegsplatz droht, dessen ist sich Wittmann bewusst: "Ich nehme unsere Situation nicht auf die leichte Schulter", sagte sie am Donnerstag. "Unser Team ist eine junge Mannschaft, natürlich ist die Konstanz nicht konsequent, dass müssen wir uns einfach anlernen. Aber wir sind nah dran, sind konkurrenzfähig und es ist schwer uns zu schlagen. Jetzt gilt es darum, an der Effektivität zu arbeiten und enge Partien auf unsere Seite ziehen."