Wollitz nach Remis: "Mehr wäre nicht verdient" – Campulka-Sorgen

Nach dem 1:4 bei Hoffenheim II zeigte Energie Cottbus im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt eine Reaktion und nahm zumindest einen Punkt mit. Mehr wäre aus Sicht von Trainer Claus-Dieter Wollitz auch nicht verdient gewesen. Sorgen gibt es derweil um Tim Campulka. 

"Am Ende war es dann glücklich"

Nein, vollends zufrieden zeigte sich Trainer Claus-Dieter Wollitz mit dem 1:1-Unentschieden am Ende nicht. Schließlich waren die Lausitzer durch einen von Cigerci verwandelten Elfmeter zunächst in Führung gegangen (36.), verspielten diese aber im zweiten Durchgang. Insgesamt gehe das Remis aber "wahrscheinlich in Ordnung", wie der 60-Jährige bei "MagentaSport" eingestehen musste. "Mehr wäre nicht verdient gewesen." Denn in der Schlussphase hatte Ingolstadt noch zwei Riesenchancen, unter anderem traf Sturm den Pfosten. "Am Ende war es dann glücklich", so Wollitz.

Worüber sich der Energie-Coach allerdings ärgerte, war das Abwehrverhalten beim Gegentor. "Das fängt schon im Mittelfeld an. Da gehen wir nicht mit." So konnte Hoppe eine Flanke aus dem rechten Halbfeld bis an den zweiten Pfosten schlagen, wo Carlsen den Ball mit dem Oberschenkel annahm und ihn im Tor unterbrachte. "Wenn du den Ball im gegnerischen Fünfer annehmen kannst und dann unter die Latte hauen kannst, hast du vieles falsch gemacht", monierte der FCE-Coach.

Campulka verletzt sich beim Gegentor

Alles richtig gemacht hatte hingegen Cigerci bei seinem Elfmeter in der 35. Minute, als er Keeper Ponath in die falsche Ecke schickte. Trotz seines bereits vierten Saisontreffers konnte 30-Jährige mit dem Remis allerdings nicht sonderlich gut leben. "Hinten heraus hat die Puste gefehlt. Und der lange Ball beim 1:1 darf uns so dann nicht passieren." Bitter zudem: Beim Versuch, das Gegentor zu verhindern, verletzte sich Campulka, nachdem er sich verschätzt hatte. Er humpelte anschließend vom Platz, was nichts Gutes verhieß. "Ich weiß noch nicht, ob es mehr ist", konnte Wollitz nach Spielende noch keine Diagnose stellen.

Sollte der 26-Jährige länger ausfallen, würde das die Notwendigkeit für weitere Verstärkung in der Abwehr erhöhen, die bis zum Transferende am Montagabend ohnehin noch personell aufgestockt werden soll. Insgesamt sollen bis zu vier Spieler kommen, Wollitz bezeichnete dies als "unabdingbar". Gesucht werden vor allem erfahrene Spieler, die zugleich Sprachrohe auf dem Platz sind. "Wir haben in den letzten drei Tage intensive Gespräche geführt", sagte Präsident Sebastian Lemke vor dem Spiel im "MagentaSport"-Interview. "Ich gehe davon aus, dass wir morgen oder übermorgen einiges bekanntgeben können." Erstmals auf dem Platz stehen könnten die Neuen nächsten Freitag im Landespokalspiel bei Fünftligist Germania Schöneiche, ehe es in zwei Wochen auswärts in Mannheim weitergeht. Bis dahin sieht Wollitz noch "viel Arbeit" vor sich.

   

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