3:1 nach 0:1! FWK bezwingt BVB II und rückt ans rettende Ufer heran

Die Würzburger Kickers senden weiter Lebenszeichen! Durch einen 3:1-Sieg über Borussia Dortmund II am 30. Spieltag erzielten die Unterfranken den zweiten Sieg in Folge und schieben sich auf den 17. Rang mit nur noch einem Zähler Rückstand auf das rettende Ufer, während die Dortmunder zum vierten Mal in Folge verlieren und auf dem 10. Rang verbleiben.

Würzburger Doppelschlag dreht Partie

Im Heimspiel gegen die Zweitvertetung von Borussia Dortmund ging es für die Würzburger Kickers um ganz wichtige Punkte. Ein Sieg könnte die Kickers am SC Verl vorbeischieben und das rettende Ufer wieder in Schlagweite bringen. Bei den Dortmundern tauschte Coach Enrico Maaßen nach der 0:1-Pleite gegen Türkgücü unter der Woche und drei Pleiten in Folge auf drei Positionen. So kamen Dams, Pasalic und Tachie für Bah-Traore, Hober und Fink, während bei den Mainfranken Lungwitz und Hausjell für Breunig und Sané wichen. Für die abstiegsbedrohten Würzburger ging es direkt mit einer kalten Dusche los. Gerade schlug die Uhr auf die 4. Minute um, als eine Hereingabe von Taz beim im Rückraum lauernden Pfanne landete, der ohne Gegnerdruck zum frühen 1:0 für den BVB II in die Maschen köpfte. Die Gäste drückten fortan weiter. Zunächst verfehlte ein Distanzschuss von Pherai sein Ziel (9.), ehe Bonmann einen zweiten Einschlag stark verhinderte: Taz dribbelte sich bis an den FWK-Sechzehner, von wo aus er abzog und den Würzburger Keeper zu einer sehenswerten Flugparade zwang (17.).

Würzburg offenbarte zwar Lücken, gab sich aber nicht auf – und kam aus dem Nichts zurück. In Folge eines Getümmels konnte ein Abschluss von Pourié zunächst noch geblockt werden, doch fiel Louis Breuning die Kugel vor die Füße, der wuchtig zum 1:1 einschoss (20.). Die Kickers waren nun endgültig in der Partie und übernahmen das Kommando. Maaßen war nach Verletzung von Pasalic zu einem ersten Wechsel gezwungen und brachte Tattermusch ins Spiel (33.). Die leichte Unordnung nutzten die Würzburger nun umgehend. In der folgenden 34. Spielminute behielt Pourié die Übersicht und legte mustergültig für Kopacz auf, der zentral freistehend zum 2:1 einschob und das Spiel somit drehte. Die Mainfranken hatten noch immer nicht genug, doch BVB-Keeper Unbehaun verhinderte mit einer starken Parade gegen einen Schuss von Herrmann den dritten Einschlag (38.). Somit stand das 2:1 für die Würzburger auch beim Pfiff zur Pause auf der Anzeigetafel.

Sané besorgt die Entscheidung

Enrico Maaßen tauschte nach dem Seitenwechsel ein weiteres Mal und reagierte auf das entglittene Spiel. Außenverteidiger Bueno Lopez ersetzte fortan den unauffälligen Njinmah. Das Spiel kam nach der Pause um einiges zerfahrener daher und bot viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Eine allererste Annäherung erfolgte in der 57. Spielminute, in der eine Hereingabe von Taz gefährlich vor das Gehäuse der Gastgeber segelte, Strohdiek aber klärte. Auch in der unmittelbaren Folge war Kickers-Keeper Bonmann, der selbst zwischen 2013 und 2017 ein schwarz-gelbes Trikot trug, maximal bei langen Bällen gefordert, um diese abzufangen. Wirkliche Torgefahr entstand auf keiner Seite des Feldes in dieser Phase der zweiten Halbzeit vor 2.907 Zuschauern mehr. Einzig im Eins-gegen-Eins gegen Tachie konnte der Schlussmann mal seine Klasse zeigen, doch war dies ohne Wert, war der Dortmunder Angreifer doch aus dem Abseits gestartet (67.).Es war die letzte Aktion von Tachie, der in der Schlussphase von Bornemann ersetzt wurde, welcher nochmal für neue und dringend notwendige Offensivimpulse sorgen sollte (71.).

Zwar behielten die Borussen auch in dieser Phase die Ballhoheit, doch wirklichen Ertrag konnte die Zweitvertretung daraus nicht schlagen. Auch eine absolute Schlussoffensive blieb aus. Lediglich Tattermusch köpfte nach einer Ecke weit über den Querbalken (84.). Auf der Gegenseite folgte die Entscheidung: Zunächst ließ Kopacz diese zwar noch liegen und wurde von Dams vor dem Kasten abgegrätscht, doch bei der folgenden Ecke durch Perdedaj stieg Sané am höchsten und köpfte das 3:1 (88.). Nach überaus ereignisarmen zweiten 45 Minuten stand das 3:1 somit auch zum Abpfiff. Durch den zweiten Sieg in Folge rücken die Würzburger einen Rang auf Platz 17 vor und weisen nur noch einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer auf, der am kommenden Freitag bei Viktoria Köln das Ziel sein mag. Die Dortmunder stehen nach vier Pleiten in Serie als Zehnter im absoluten Mittelfeld der Liga und treffen am kommenden Spieltag auf Eintracht Braunschweig.

   

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