6. Juni 2013 um 11:50 Uhr

Offenbacher Kickers kämpfen weiter um die dritte Liga

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Den Kampf um die dritte Liga haben die Verantwortlichen der Offenbacher Kickers noch nicht ganz aufgegeben. Nach der Lizenzverweigerung prüfen die Verantwortlichen um Präsident Frank Ruhl und Geschäftsführer David Fischer derzeit die Chancen eines Einspruchs vor dem Schiedsgericht des DFB. Denn nur dieses könnte die negative Entscheidung des Beschwerdeausschusses vom vergangenen Montag noch einmal revidieren.

Den Kampf um die dritte Liga haben die Verantwortlichen der Offenbacher Kickers noch nicht ganz aufgegeben. Nach der Lizenzverweigerung prüfen die Verantwortlichen um Präsident Frank Ruhl und Geschäftsführer David Fischer derzeit die Chancen eines Einspruchs vor dem Schiedsgericht des DFB. Denn nur dieses könnte die negative Entscheidung des Beschwerdeausschusses vom vergangenen Montag noch einmal revidieren. Hilfe erhalten die Hessen dabei von Christoph Schickhardt, jenem Anwalt der schon 2002 die Lizenzverweigerung der Frankfurter Eintracht kippte. Rund 50.000 Euro würde die Inanspruchnahme der Dienste Schickhardts den OFC kosten. Viel Geld für den mit mehr als 9 Millionen Euro in der Kreide stehenden Verein. Der Einspruch müsse daher „juristisch und wirtschaftlich begründet sein“, erklärte Ruhl am Mittwoch gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).

Ruhl: „Hatten auf Kulanz gehofft“

Die Chancen auf den nachträglichen Ligaverbleib schätzen Experten jedoch als gering ein. Denn anstelle einer vom DFB verlangten Liquiditätsreserve in Höhe von zwei Millionen Euro legten die Verantwortlichen lediglich einen Kreditvertrag mit der DZ-Bank vor. Geld, auf das der OFC, nicht aber der DFB hätte direkt zugreifen können. Zwar sei laut Ruhl die wirtschaftliche Wirkung zwar die gleiche, trotzdem sah der DFB die wirtschaftlichen Bedingungen „teilweise als nicht erfüllt“ an. Offenbar nicht der einzige Fehler der Hessen. Neben der fehlenden Liquiditätsreserve hatte der DFB noch acht weitere Verstöße gegen die Lizenzbestimmungen geahndet. Nichtsdestotrotz ärgert man sich in Offenbach über das stringente Vorgehen des Lizensierungsausschusses: „Wir hatten auf Kulanz gehofft“, so Ruhl. Die zeigte der DFB jedoch nicht. Wohl auch aus Angst vor einer zweiten „Causa Aachen“. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison wurden beim Zweitligaabsteiger die großen finanziellen Probleme deutlich, die sich später auch massivst auf den Spielbetrieb der dritten Liga auswirkte. „Ich wehre mich aber dagegen, dass es jetzt so dargestellt wird, wir sind die Blöden“, sagte Ruhl gegenüber der „FAZ“.

Kickers droht sogar die Insolvenz

Sollte der Einspruch vor dem Schiedsgericht keinen Erfolg haben, droht den Offenbachern sogar die Insolvenz. Denn die Restrukturierungsmaßnahmen waren komplett auf einen Spielbetrieb in der dritten Liga ausgerichtet. In der Regionalliga fehlen den Kickers unter anderem weitere 750.000 Euro an Fernsehgeldern. Mit einigen Gläubigern sei man daher aber bereits in Gesprächen, so Ruhl. Diese hätten grundsätzliche Bereitschaft für ein Entgegenkommen gezeigt. Immerhin: Mit Trainer Rico Schmitt könnten die Verantwortlichen wohl auch in der vierten Liga planen. Der gebürtige Chemnitzer stünde wohl auch für einen Neuanfang in der Regionalliga zur Verfügung.

FOTOFU Sportfotografie

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