17. September 2017 um 14:55 Uhr

"Bin kein unfairer Spieler": Sören Eismann entschuldigt sich

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© imago/Schholz

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Es war der Aufreger des Aufsteigerduells zwischen Carl Zeiss Jena und dem SV Meppen (2:2): Das Tor von Sören Eismann zum 1:2, nachdem Meppen das Spiel aufgrund einer Verletzung fairerweise unterbrechen wollte (Video unten). Nun hat sich der Mittelfeldspieler der Thüringer in einer Stellungnahme entschuldigt.

Eismann kann Reaktion der Aufregung verstehen

"Ich kann nur sagen, dass ich die Situation, wie das Tor entstanden ist, sehr bedauere", äußerte sich Eismann am Sonntag und betonte: "Ich möchte mich bei all denen, für die ich mit meinem Verhalten gegen den Fairplaygedanken verstoßen habe, entschuldigen." In der letzten Nacht, die schlaflos gewesen sein dürfte, hat sich der 29-Jährige die Szene nach eigenen Angaben "wieder und wieder durch den Kopf gehen lassen" und sich die Fernsehbilder angeschaut – sein Fazit: "Wenn ich diese Bilder sehen, kann ich die Reaktion der Meppener absolut verstehen."

Wie Eismann die Szene gesehen hat

Warum Eismann in der 57. Minute so reagiert hat, begründete er so: "Ich habe auf dem Platz binnen Sekundenbruchteilen eine Entscheidung getroffen und das in einem Moment, wo das Spiel durch den Schiedsrichter nicht unterbrochen wurde." Das Hereinwinken von Nico Granatwoski durch den Schiedsrichter habe er als "Aufforderung zum Weiterspielen interpretiert." Und in der Tat hatte Schiedsrichter Benjamin Bläser die Partie nicht unterbrochen, sodass das Tor regelkonform erzielt worden ist – wenn auch mit einem "faden Beigeschmack", wie es FCC-Trainer Marc Zimmermann bereits am Samstagnachmittag formulierte. "Jeder der mich kennt, weiß, dass ich genauso wenig ein unfairer Spieler bin wie unser Team insgesamt", so der 29-Jährige abschließend. Ob ihm der SV Meppen verzeihen wird?

Die Szene im Video:

 

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  • Thomas Horstmann

    Eismann ist eine Schande für den wahren Fußball-Sport !

  • Michael Roxermann

    https://youtu.be/RjRWXtE801c einfach mal teinziehen

  • Ratz Fatz

    Danke dafür, einfach nur genugtuend nach dem Rostockspiel. Bischoff fehlt Hansa immer noch!

  • Z-ler

    Ich lache mich schlapp 😊 – die Spieler vom SV Meppen und speziell Granatowski brauchen sich überhaupt nicht aufzuregen – erinnere mich noch ganz gut an das Spiel von Granatowski in Rostock – selten einen so unfairen Spieler gesehen. 😗

  • KSC-Fan Igge

    Bullshit jetzt zu sagen es tut mir leid is ja einfach. Man sieht eindeutig nach dem Tor das er keinerlei Reue zeigt. Von was gern Sekunden Entscheidung. Alles ausreden. Es ist so traurig das hat nichts mit Sport zu tun

  • Flavor

    Ich habe mir die Mühe gemacht, mir das Spiel auf Telekom Sport nochmals anzuschauen.
    Meppen hat durch diese unsportliche Aktion von Herr Eismann nicht nur ein Gegentor bekommen, sondern war anschließend völlig von der Rolle und aus dem Spiel raus. Sie hatten Glück nicht noch das 3:2 zu kassieren. Davor waren sie eigentlich relativ save und es sah nicht so aus als wenn Jena ein Tor schießen würde.
    Die Auswirkungen waren auf den weiteren Verlauf der Partie gravierend. Die rote Karte für Meppen war überzogen. 50% der 3. Liga wird gegen den Abstieg spielen. Ich hoffe das die Emsländer den Klassenerhalt schaffen und ihnen diese Punkte am Ende der Saison nicht fehlen werden.
    Was Herrn Granatowski angekreidet werden muss ist, das er den Ball nicht aus dem Spielfeld geschossen hat. Das war schon grob fahrlässig und sollte einem Profifußballer nicht passieren. Das ändert aber nichts an der Tatsache das mit Herrn Eismann der Gaul durchgegangen ist.
    Grüße

    • Falk W.

      Dir die Mühe gemacht hast…dann schau noch mal genau hin…siehtst Du eine Kopffbewegung von Eismann aus der hervorgeht, dass er die Szene des auf dem Boden liegendem Jenaer(!) Spielers hätte sehen müssen. Er war hier ausschließlich auf den Ball fixiert und die Handbewegung eines gegnerischen Spieler hat nichts, rein gar nichts in diesem Zusammenhang zu bedeuten ! dieser hätte genauso anzeigen können, wo er den Ball hinspielen will!

    • Phillip

      Jena war nach der Halbzeit drauf und an dran ein Tor zu schießen. Vor allem Jenas linke Seite hat die Meppener rund gespielt nach dem Wechsel und das Anschlusstor war nur eine Frage der Zeit. Der Platzverweis war wirklich überzogen, denn Vidovic kann sich ja nicht auflösen und er macht keinerlei Anstalten den Gegenspieler zu foulen. Sorry aber das Tor geht nun mal klar auf Granatowskis Kappe. Nicht nur die Schiris, sondern auch die Spieler haben die Regeln ihres Spiels zu kennen. Die Spieler werden vor der Saison sogar darin geschult und wenn ein Schiri das Spiel nicht unterbricht, hat ein Spieler mitten im Feld nicht das Spielen einzustellen.

  • AndieBuletten

    Für glattgebügelte Worte einen Tag später kann sich keiner etwas kaufen…
    Die einzig wahre Entschuldigung wäre gewesen, wenn er selbst sofort ein Eigentor erzielt hätte um die Sache wieder gerade zu biegen. Seine Mannschaft und Teamoffizielle hätten darauf einwirken können. Da dies nicht gemacht wurde, sollten ALLE anderen Vereine in dieser Saison Verletzte Jenaer immer ignorieren. Wer kein FairPlay lebt, hat auch kein FairPlay verdient !

    • Doppelherz

      Sehr richtig! Bin auf den Kommentar von JenenserKernberge gespannt!

      • Mario Schw

        DIe Regeln sind eindeutig. Pause ist, wenn der Schiri peift oder der Ball im Aus ist, auch wenn ein Spieler der selben Mannschaft am Boden liegt. Fussball ist ein Geschäft, wo es um viel zu viel geht bzw. um Existenzen. Spätestens ab der dritten Liga bis zur ersten. Dein Gebrauchtwagenhändler macht ja auch nicht "Fairplay".

      • Doppelherz

        Vollkommen richtig…aber da muss ja den Jenensern die Angst vor dem Abstieg ja bis zum Hals stehen, wenn sie durch so eine Situation 1Punkt retten…ob ihnen das mal in der noch langen Saison nicht noch auf die Füße fällt…

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