Vom Highlightspiel zum Alltag: FCS vor dem nächsten Prüfstein
Der 1. FC Saarbrücken will nach dem Highlightspiel in Düsseldorf beim TSV Havelse nachlegen. Trainer Argirios Giannikis sieht darin eine besondere Prüfung, wie er im Mediengespräch vor der Partie darlegte. Seine Mannschaft müsse auch dann "performen und die Punkte einfahren", wenn der große Rahmen fehlt.
Giannikis setzt auf Basisarbeit
Für den 1. FC Saarbrücken geht es vom einen Extrem ins andere: von 34.050 Zuschauern in Düsseldorf zu rund 1.000 in Havelse. Dennoch habe die Partie bei den Niedersachsen ihren Reiz, schließlich gelte es, auch vor kleinerer Kulisse "zu funktionieren". Giannikis zufolge komme es in Hannover erneut darauf an, "die Basisarbeit" zu leisten. Das bedeute, den Gegner in Räume zu drängen, "wo es für uns einfacher ist, es zu handeln". Wenngleich die Rollen auf dem Papier klar verteilt sind, warnte der Deutsch-Grieche vor dem vermeintlichen Underdog. Dass Havelse beispielsweise erst spät gegen Duisburg verloren hatte, zeige, "dass es eine Mannschaft ist, die gut spielt und verteidigt". Hinzu komme der Heimsieg gegen den SV Waldhof Mannheim. Seine Mannschaft müsse daher versuchen, "ihre offensiven Muster zu brechen".
Apropos Wechsel zwischen den Extremen: Das trifft auch auf die Stimmungslage beim FCS zu. Nach der deutlichen Niederlage gegen den MSV Duisburg war diese negativ, nach dem Sieg in Düsseldorf wieder euphorisch. Für Giannikis gehören "diese öffentlichen Diskussionen dazu, wenn Niederlagen entstehen oder Highlightspiele gewonnen werden. Aber ich habe mir abgewöhnt, im Fußball zu rechnen". Vielmehr denke der Cheftrainer in Etappen, etwa an das "anfängliche Kennenlernen oder das Verinnerlichen der Spielphilosophie". Diese Schritte habe man ebenso bewältigt wie den Umgang mit Rückschlägen. Nun liege der Fokus darauf, konstant zu gewinnen. Dafür sei die Partie in Havelse die perfekte Prüfung: "Von einem Highlightspiel rauskommen – in ein Spiel, wo der Rahmen nicht ganz so toll ist, aber dennoch zu performen und die Punkte einzufahren."
Pick: Schlag abbekommen – Einsatz aber nicht gefährdet
Verzichten muss der FCS auf Calogero Rizzuto, Sebastian Vasiliadis, Abdenego Nankishi und Seung-joon Lee. Patrick Sontheimer ist zwar ins Individualtraining zurückgekehrt, soll aber langsam wieder herangeführt werden. Eine Schrecksekunde gab es bei Florian Pick: Der Offensivspieler hatte im Training einen Schlag von Christian Kühlwetter abbekommen. Ausfallen wird er deshalb aber nicht.