Topspiel zwischen Saarbrücken und dem MSV: Was für wen spricht
Am Dienstagabend (19 Uhr) kommt es zum Topspiel zwischen dem 1. FC Saarbrücken (5.) und Tabellenführer MSV Duisburg. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

MSV ist verwundbar: Auch wenn der MSV Duisburg die Tabelle souverän anführt: Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Zebras durchaus verwundbar sind. Gegen Hoffenheim II lagen die Meidericher bereits 0:2 zurück und hatten Glück, nicht das 0:3 kassiert zu haben. Wenn es dem FCS gelingt, den MSV früh unter Druck zu setzen, dessen Defensive zu Fehlern zu zwingen und in Führung zu gehen, stehen die Chancen auf einen Punktgewinn gut. Denn verloren hat Saarbrücken in dieser Saison nach Führung noch nie.
Florian Pick: Drei Tore und sechs Vorlagen: Zusammen mit David Otto von Viktoria Köln ist Florian Pick der Topscorer der 3. Liga. Schon mehrfach hat der 31-Jährige, der gleichzeitig der Kapitän der Saarländer ist, Spiele entschieden. Zwar war Pick in den letzten vier Spielen nur an einem Tor beteiligt, doch gerade gegen eine eher offensiv ausgerichtete Mannschaft wie den MSV Duisburg könnte sein Tempo auf der Außenbahn den Unterschied ausmachen.
Späte Tore: Sollte die Partie am Dienstagabend in der Schlussphase noch offen sein, schlägt womöglich die große Stunde des FCS. Schon viermal trafen die Saarländer in der Nachspielzeit, sicherten sich dadurch den späten Sieg in Regensburg und erzwangen im DFB-Pokal gegen Zweitliga-Tabellenführer Hertha BSC die Verlängerung. Auch gegen Essen und Meppen netzte der FCS noch nach der 90. Minute ein. Kein Klub erzielte mehr Last-Minute-Tore.

Form: Sieben von acht Spielen gewonnen, darunter die letzten drei Partien: Der MSV Duisburg befindet sich derzeit in bestechender Form und musste einzig beim Auswärtsspiel in Düsseldorf (1:2) bislang Punkte abgeben. Folgerichtig steht die Mannschaft von Trainer Dietmar Hirsch an der Tabellenspitze. Der FCS hingegen konnte nur eine der letzten vier Partien gewinnen und kam am Samstag nicht über ein 0:0 bei Fortuna Köln hinaus.
Mentalität: Nein, auch für den FCS bedeutet ein Rückstand keineswegs eine Niederlage. Schon zweimal konnten die Saarländer eine Partie komplett drehen. Der MSV toppt diese Bilanz allerdings nochmal deutlich. Ganze vier (!) der fünf Spiele, in denen die Zebras hinten lagen, bog die Hirsch-Elf noch um. Zuletzt geschehen am vergangenen Samstag, als der MSV aus einem 0:2 gegen Hoffenheim II binnen sechs Minuten ein 3:2 machte. Alle Tore erzielte Peter Remmert, es war der schnellste Hattrick der Liga-Geschichte. Zwölf Punkte nach Rückständen sind absolute Ligaspitze.
Bilanz: Gemäß den Daten von "transfermarkt.de" standen sich beide Klubs bislang 32 Mal gegenüber – meist mit dem besseren Ausgang für die Zebras. So ging der MSV bislang 16 Mal als Sieger vom Platz, während der FCS erst elf Partien gewinnen konnte. Derzeit ist Duisburg seit sechs Spielen gegen die Saarländer ungeschlagen und konnte drei dieser Partien gewinnen – darunter auch das letzte Aufeinandertreffen im März (4:2).