RWE ohne sechs Spieler gegen den Jahn: "Riesenchance" für Talente

Vor dem Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg werden die Verletzungssorgen für Rot-Weiss Essen nicht geringer. Dennoch hatte Cheftrainer Uwe Koschinat auch eine gute Nachricht zu verkünden.

RWE derzeit auf das Nachschieben aus dem NLZ angewiesen

Es ist bislang eine Saison voller Herausforderungen für Rot-Weiss Essen. Allen voran hat Trainer Uwe Koschinat mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Für das kommende Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg fallen sechs Spieler aus. Neu hinzugekommen sind Franci Bouebari, der gelbgesperrt fehlt, und Marvin Obuz, der sich unter der Woche im Training verletzte. "Man kann sich bei dem Hergang der Verletzung ganz gut vorstellen, was passiert ist, wenn man sich die Verletzung von Lucas Brumme gegen Verl noch mal vor das geistige Auge ruft. Es war eine sehr ähnliche Situation, in der Marvin einen sehr harten Schuss im Tackling blocken wollte und dadurch eben keine Gewalt mehr über den Fuß hatte", berichtete Koschinat im Mediengespräch vor der Partie.

Der 55-Jährige hatte allerdings auch gute Nachrichten. So wird es Nick Bätzner in den Spieltagskader schaffen. "Wir alle wissen, welchen Einfluss er auf das Spiel als Einwechselspieler vor seiner Verletzung hatte", freute sich Koschinat. "Deswegen sind wir da natürlich total guter Dinge, dass wir das genauso auch fortsetzen können, und sehr froh, dass Nick uns wieder zur Verfügung steht." Die Ausfälle will RWE künftig auch mit Talenten auffangen – nicht zuletzt, um Abgänge talentierter Nachwuchsspieler zu verhindern. So stattete Essen sowohl Rami Malaeb als auch Fadih Vasic mit Profiverträgen aus. Wer oder wie viele Nachwuchsspieler es in den Kader schaffen, ließ Koschinat noch offen. "Aber ganz sicher sind wir derzeit auf das Nachschieben aus dem NLZ angewiesen. Das hat man in der letzten Woche schon gesehen. Das ist natürlich eine Riesenchance für unsere Nachwuchsspieler, nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen."

Zwei Faktoren für Regensburgs Turnaround

Mit Blick auf die Tabelle scheinen die Rollen vor dem Duell klar verteilt: Essen geht als Dritter in die Begegnung, der Jahn als Drittletzter. Doch der Tabellenstand trügt. "Dass Regensburg immer noch auf einem Abstiegsplatz steht, war trotz des hervorragenden Einstiegs in die Saison mit einem Auswärtssieg in Köln natürlich dieser Zwischenphase geschuldet." Sechs Spiele lang blieben die Oberpfälzer ohne Sieg, ehe sie mit einem fulminanten 5:0 gegen den TSV Havelse ein Ausrufezeichen setzten. Seither holte die Mannschaft von Sascha Hildmann zweimal in Folge ein Remis.

Zwei Faktoren seien laut Koschinat für den Aufschwung verantwortlich. "Zum einen, dass Strauß wieder zurück ist, und die Verpflichtung von Mühl als gestandener, erfahrener Spieler im Zentrum der Dreierkette, der der Mannschaft eine enorme Stabilität verleiht und eine sehr gute Ausstrahlung hat." Der zweite Punkt sei die Umstellung auf zwei freie Zehner: "Boujellab und Philipp, bei denen man weiß, dass sie über sehr gute fußballerische Fähigkeiten verfügen, können aus dieser freien Rolle sehr viel machen." Deshalb besteche die Mannschaft neben einer "großen Kompaktheit vor allen Dingen eben durch ihr Konterspiel, durch ihre Spielbeschleunigung, und das gilt es in den Griff zu bekommen". Mit Blick auf die Unterstützung der Fans und die eigene Heimstärke ist Koschinat dennoch zuversichtlich. Im sechsten Heimspiel an der Hafenstraße soll der fünfte Sieg her.

Update: Auch Semir Telalovic fehlt RWE länger

 

   

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