Protest gegen Regionenmodell: Streik in der Regionalliga Nordost

Um gegen das Regionenmodell zu protestieren, das die Arbeitsgruppe des DFB neben dem Kompassmodell als eines von zwei Varianten für die geplante Regionalliga-Reform vorgeschlagen hatte, kam es am Samstag in der Regionalliga Nordost bei der Partie zwischen Lok Leipzig und dem Halleschen FC zu einem Streik.

Für 30 Sekunden ruht der Ball

Nachdem Schiedsrichter Ramus Jessen die Partie angepfiffen hatte, tat sich auf dem Platz erstmal nichts. 30 Sekunden lang standen sich beide Teams tatenlos gegenüber und ließen den Ball ruhen. Begleitet wurde der Protest von "Scheiß DFB"-Wechselgesängen beider Fanlager.

Zuletzt hatte sich die Initiative "Aufstiegsreform 2025", der sich auch Halle und Lok angeschlossen hatten, klar für das Kompassmodell und gegen das Regionenmodell ausgesprochen. Schließlich würde dieses wahrscheinlich dazu führen, dass sich beide Klubs dann nicht mehr gegenüberstehen würden. Halle würde in der Regionalliga Nord spielen, Lok in der Regionalliga Süd.

"Das, was jetzt passiert ist, ist ein Witz"

Dass der Bayerische Fußballverband mit dem Zwei-Phasen-Modell unter der Woche noch eine weitere Reformidee ins Spiel gebracht hat, stieß vor allem bei den Nordost-Klubs auf Unverständnis. "Das, was jetzt passiert ist, ist ein Witz. Es gab eine Arbeitsgruppe, wo alles diskutiert wurde. Jetzt wird mit neuen Ideen Unruhe gestiftet vor der Abstimmung", sagte HFC-Sportchef Daniel Meyer nach der Partie gegen Lok Leipzig im "MDR"-Interview.

Auch Toni Wachsmuth, Sport-Geschäftsführer der Leipziger, übte Kritik: "Es geht nicht um den Nordosten, oder um Lok oder Halle, sondern um Gerechtigkeit. Jetzt hat man die Chance, es nachhaltig zu verändern. Und da bedarf es einfach Mut, das Kompassmodell umzusetzen." Womöglich wird es in den nächsten Wochen noch weitere und schärfere Proteste geben.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button