"Passiert nicht alle Tage": Waidner "verwundert" mit Doppelpack
Ausgerechnet Dennis Waidner sicherte dem SC Verl gegen den SSV Jahn Regensburg mit einem Doppelpack einen Punkt. Oder war es doch kein Zufall? Wie der 25-Jährige bei "MagentaSport" verriet, hatte sich sein Torerfolg bereits im Training angedeutet.
"Noch gedacht, ich schieße Heike ab"
Ein einziges Tor war Dennis Waidner in seiner bisherigen Profikarriere gelungen. Das erzielte er vor fast genau einem Jahr beim 5:0 gegen den SSV Ulm. 354 Tage später schnürte Waidner einen Doppelpack. Verls Cheftrainer schmunzelte bei "MagentaSport": "Ich war verwundert. Er hatte ja immer gesagt, dass er es könnte." Für Waidner selbst hatte sich der Erfolg durchaus angedeutet: "Gestern im Training ging fast jeder Schuss rein." Dennoch "passiert das nicht alle Tage".
Beim Anschlusstreffer kam "der Ball relativ glücklich zu mir. Ich hatte mir noch gedacht, ich schieße Heike ab, aber er hatte glücklicherweise zurückgezogen, sodass der Ball in den Winkel ging". Sieben Minuten später kam Waidner erneut erfolgreich zum Abschluss. Diesmal schob er den Ball überlegt unten links ein, nachdem "ich spekulativ zur Seite gewichen bin. Der Pass war super."
"… macht den Gegner irgendwann mal mürbe"
Die andere Seite der Medaille war dann die erste Halbzeit, oder? Shala fand diese "nicht schlecht". Vielmehr habe es der Mannschaft an Torgefahr gefehlt: "Wir spielen Angriffe bis ins letzte Drittel, dann hat uns aber der letzte Pass gefehlt – oder über Außen mal durchzubrechen und Bälle in den Sechzehner zu bringen." Nach dem Wiederanpfiff und den Wechseln kam Verl besser aus der Kabine, änderte aber nichts an der grundsätzlichen Spielweise. Der Schlüssel zum Erfolg seien mehr Konsequenz und Geduld gewesen: "Unsere Spielweise mit viel Ballbesitz macht den Gegner irgendwann mal mürbe. Dann werden die Räume größer und genau das ist passiert."
Wie schon gegen Düsseldorf bewies Verl auch gegen Regensburg Comeback-Qualitäten. "Was zeigt, dass unsere Moral stimmt", sagte Waidner. Damit hält auch Verls aktuelle Serie: Seit sechs Partien sind die Ostwestfalen ungeschlagen. Das spreche dafür, "dass wir uns immer besser finden". Zudem habe ein Bericht bei "MagentaSport" die Mannschaft zusätzlich angestachelt: "Wir haben den Bericht gesehen, dass wir die schlechteste Mannschaft in der zweiten Halbzeit sind. Das wollten wir natürlich ändern", erklärte Waidner schmunzelnd. Nach dem zweiten Remis in Folge soll nun wieder ein Sieg her. Am Sonntag gastieren die Ostwestfalen bei der TSG 1899 Hoffenheim II (13:30 Uhr).