Nach Muskelverletzung: SVM-Kapitän Fedl wieder auf dem Platz

Mit dem SV Meppen kehrte Jonas Fedl nach drei Jahren in die 3. Liga zurück. Doch ausgerechnet der Kapitän verletzte sich direkt zum Saisonstart, weshalb er bislang kein echtes Comeback-Gefühl verspürt hat. Das wird sich jedoch bald ändern, denn der Innenverteidiger ist zurück im Mannschaftstraining.

"Gehört einfach manchmal dazu"

Schon 40 Mal stand Jonas Fedl für den SV Meppen in der 3. Liga auf dem Platz. Fast ausschließlich gehen die Partien auf den Zeitraum von 2021 bis 2023 zurück, in denen der Innenverteidiger bereits für die Emsländer spielte. Dann kämpfte Fedl drei Jahre lang mit seinem Klub in der Regionalliga Nord um eine Rückkehr – und gerade war es geschafft, da fiel der heutige SVM-Kapitän auch schon wegen einer Muskelverletzung aus. Nach nur 13 Minuten am 1. Spieltag musste Fedl vom Platz.

"Du reißt dir sechs Wochen den Arsch auf. Wenn ich weiter aushole, waren es eigentlich drei Jahre, um dort wieder hinzukommen", beschrieb der 27-Jährige in der "NOZ", wie hart ihn dieser Rückschlag getroffen hatte. Fedl suchte den Spagat zwischen Ärger und Sportsgeist: "Du investierst einfach sehr, sehr viel, bringst dich in Form und willst angreifen. Aber so, wie der Fußball ist, gehört das dazu. Ich war davor eine lange Zeit gesund. So eine Muskelverletzung gehört einfach manchmal dazu." Das echte Gefühl eines Comebacks in der 3. Liga blieb ihm jedoch entsprechend verwehrt.

"Wieder einen Rhythmus bekommen"

Bis jetzt zumindest. Denn in den kommenden Tagen wird Fedl wieder angreifen. Mittlerweile ist der Kapitän wieder im Mannschaftstraining und könnte erste Einsatzminuten im Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten SC Cambuur Leeuwarden sammeln. "Jonas hat aufgeholt", merkte auch Cheftrainer Lucas Beniermann an, dass sein verlängerter Arm auf dem Rasen wieder einsatzfähig sei. Nun geht es noch um Details. "Es geht einfach darum, über das Training wieder einen Rhythmus zu bekommen und das Gefühl für Räume, für Mitspieler und für Zweikämpfe. Da bin ich auf einem sehr guten Weg", so Fedl.

Nach siebenwöchiger Abwesenheit wird der Kapitän in Kürze wohl wieder Drittliga-Minuten sammeln. Anders als Erik Zenga, der noch mit einer Sehnenverletzung im Lazarett verbleibt. "Das ist nicht ganz so einfach zu prognostizieren. Er macht aber auch Fortschritte, war schon auf dem Platz und ist im Lauftraining", erklärte Beniermann mit Blick auf seinen zweiten Langzeitverletzten. Luis Sprekelmeyer, Nikell Touglo und Ersin Zehir setzten am Mittwoch erkältungsbedingt aus.

   

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