Nach Abstieg: Jones verlässt Schweinfurt zum Saisonende
Erst Mitte Februar die Nachfolge von Victor Kleinhenz angetreten, wird Jermaine Jones den 1. FC Schweinfurt nach dem Abstieg zum Saisonende wieder verlassen. Das gab der Coach der Schnüdel am Samstagnachmittag vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock bei "MagentaSport" bekannt.
"Ich wollte kein Hinhalten"
Unmittelbar nach dem besiegelten Abstieg vor einer Woche hatte sich Jones noch offen für einen Verbleib gezeigt, doch weil die Unterfranken nach dem Rückzug von Präsident und Hauptsponsor Markus Wolf in der Regionalliga sehr wahrscheinlich nicht mehr unter Profibedingungen arbeiten werden, verabschiedet sich der 44-Jährige mit dem Saisonende wieder. "Meine Bedingung war immer, dass ich unter professionellen Bedingungen bleiben möchte. Das kommt jetzt leider nicht zustande", so Jones, der auch die Mannschaft bereits über seine Entscheidung informiert habe. Auch, damit die Spieler ihre Zukunft ebenfalls planen können. "Ich wollte kein Hinhalten, sondern einen klaren Cut, damit alle wissen, woran sie sind." Der Vertrag des US-Amerikaners läuft zum 30. Juni aus.
Über die Chance, in Schweinfurt seine ersten Schritte im Trainerbereich in Deutschland gemacht haben zu dürfen, zeigt sich der frühere Bundesliga-Profi "extrem dankbar". Mit der Mannschaft zu arbeiten, habe "extrem viel Spaß" gemacht. "Vielleicht sieht man sich irgendwo nochmal wieder." Wie es für Jones weitergeht, ist noch offen. "Irgendwann werden sicherlich die Gespräche folgen, denn ich habe wirklich Freude an diesem Job und an diesem Sport. Da wird man sehen, was kommt. Jetzt geht es für mich aber erstmal darum, uns gut zu verabschieden." Trotz des bereits feststehenden Abstiegs wollen sich die Schnüdel in den verbleibenden vier Partien gut präsentieren. Schließlich gilt es noch mehrere Drittliga-Negativrekorde zu verhindern.
Acht Punkte aus neun Spielen
Jones hatte Mitte Februar die Nachfolge von Aufstiegstrainer Victor Kleinhenz angetreten, nachdem dieser überraschend freigestellt worden war. In neun Partien unter der Regie des US-Amerikaners holten die Schnüdel zwei Siege und zwei Unentschieden, während fünf Partien verloren gingen. Zum Amtsantritt hatte sich der 44-Jährige noch zuversichtlich gezeigt, den Abstieg abwenden zu können. Das Wunder blieb jedoch aus.