MSV Duisburg legt keinen Einspruch gegen Dortmund-Spiel ein

Der MSV Duisburg wird gegen die 1:2-Heimniederlage am gestrigen Abend gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund keinen Einspruch einlegen. Hintergrund etwaiger Überlegungen war eine Unachtsamkeit des Schiedsrichtergespanns um Marcel Unger, das in der 79. Minute für etwa zwölf Sekunden zwölf Dortmunder auf dem Feld spielen ließ. Wie der MSV mitteilte, habe man anhand der eigens angefertigen Bewegtbilder keinen Anlass erkannt, dass "eine entscheidende Einflussnahme des bereits ausgewechselten Spielers Jannik Bandowski auf den Spielverlauf beim kurzen Wiederbetreten des Spielfeldes" vorlag. Deshalb werde man auf einen Einspruch gegen die Spielwertung verzichten.

Linienrichter interpretiert ein Zeichen falsch

Was war passiert? Es lief die 75. Spielminute, als sich Abwehrspieler Jannik Bandowski verletzte und draußen behandelt werden musste. Einige Sekunden später muss auch Rechtsverteidiger Marc Hornschuh außerhalb des Feldes behandelt werden. Kurz danach gab Schiedsrichter Marcel Unger Hornschuh das Zeichen, dass er zurück auf den Platz gehen könne. Zeitgleich interpretierte aber auch der Linienrichter, in dessen Nähe Bandowski stand, das Zeichen des Schiedsrichters als Hereinwinken und lässt auch Bandowski wieder auf das Feld – Unger nimmt hiervon jedoch keine Notiz. Die Dortmunder waren nun wieder mit elf Mann auf dem Platz. Zum folgenschweren Fehler kommt es allerdings kurze Zeit später, als der BVB Koray Günter für Bandowski einwechseln wollte. Der Schiedsrichter lässt den Abwehrspieler auf das Spielfeld, bemerkt aber nicht, dass Bandowski ebenfalls noch auf dem Platz war. Durch die Tatsache, dass der Linienrichter das Hereinwinken von Hornschuh falsch interpretiert hat, befanden sich für etwa zwölf Sekunden zwölf Dortmunder auf dem Platz. Bandowski verließ dann aber den Platz, ohne ins Spiel einzugreifen.

FOTO: Jan Kusenberg

   
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