Meppen verzweifelt an Opitz: Havelse entführt einen Punkt

Zum Abschluss des 10. Spieltages trennten sich der SV Meppen und der TSV Havelse im Niedersachsenduell mit 1:1. Beide Tore fielen bereits in der Anfangsphase. Anschließend drängten vor allem die Emsländer auf den Sieg, ließen jedoch zahlreiche hochkarätige Chancen ungenutzt und mussten sich daher mit einem Remis begnügen. Meppen rutscht damit auf Platz 17 ab, Havelse bleibt Tabellenletzter.

Deters antwortet umgehend auf Schumacher

Bei den Hausherren nahm Lucas Beniermann nach dem 2:0-Auswärtssieg in Rostock eine Veränderung vor: Ghawilu rückte für Prasse in die Startelf. Auch auf der Gegenseite gab es einen Startelfwechsel im Vergleich zum 2:2 gegen Würzburg. TSV-Coach Semir Ferchichi nominierte den wiedergenesenen Kapitän Belkahia für die Startelf und setzte dafür Mausehund auf die Bank. Die Partie begann mit gleich zwei Unterbrechungen: Zunächst sorgte eine Pyroshow der Meppener Fans für eine kurze Zwangspause, ehe mit Velasco, Fedl und Ghawilu gleich drei Spieler mit den Köpfen zusammenprallten und behandelt werden mussten (3.).

Anschließend nahm das Niedersachsenduell aber schnell Fahrt auf. Nachdem Ghawilu eine Hereingabe von Ehlers nur knapp verpasste (9.), gingen die Gäste mit ihrer ersten gefährlichen Aktion in Führung: Eine Ecke von Berger konnte Pünt zunächst noch abwehren, doch Schumacher nahm den Abpraller aus dem Rückraum direkt und traf sehenswert zum 1:0 (13.). Die Antwort der Emsländer ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Ehlers brach auch dem rechten Flügel aus abseitsverdächtiger Position durch und bediente Deters, der nur noch zum 1:1 einschieben musste (15.)

Meppen blieb jetzt am Drücker: Erst scheiterte Schmitt aus kurzer Distanz an Opitz, anschließend war der Schlussmann auch gegen Ehlers zur Stelle (19.). In der Folge entwickelte sich eine muntere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die beste Gelegenheit zur erneuten Gästeführung vergab Havelse nach 36 Minuten, als Pünt zunächst gegen Schumacher parierte und anschließend auch die Nachschüsse von Velasco und Wriedt spektakulär entschärfte. Auf der Gegenseite hätte Ehlers beinahe einen Fehler von Opitz bestraft, setzte seinen Volley aus rund 25 Metern aber knapp neben das Tor (39.). So ging es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Kabinen.

Meppen belohnt sich nicht

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine – und die Partie ging ähnlich munter weiter wie im ersten Durchgang. Zunächst war Pünt gegen Sommer mit einer starken Parade zur Stelle (47.), anschließend übernahmen die Hausherren zunehmend das Kommando. Im Anschluss an einen Freistoß schoss Sprekelmeyer aus elf Metern über das Tor (57.). Nur zwei Minuten später hatte Schmitt nach einem Querpass von Ehlers die Führung auf dem Fuß, zielte aus bester Position allerdings zu hoch (59.).

Auch in der Folge blieb Meppen die klar spielbestimmende Mannschaft und drängte auf den Siegtreffer. In der Schlussviertelstunde scheiterte der eingewechselte Wessels aus spitzem Winkel an Opitz (77.). Kurz darauf jubelte das Stadion bereits über den vermeintlichen Führungstreffer, doch Schiedsrichter Uhrig hatte zuvor ein Offensivfoul von Zehir an Schumacher erkannt und verweigerte dem Treffer daher die Anerkennung (79.). Auch Joker Engelmann hatte das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte jedoch am starken Opitz (85.). In der Nachspielzeit vergab Meppen weitere Großchancen: Zunächst ließ Wessels einen Riesen liegen (90.), anschließend fand er seinen Meister in Opitz (90.+3), ehe Prasse einen Kopfball aus kurzer Distanz neben das Tor setzte (90.+4).

Havelse überstand die fünfminütige Nachspielzeit letztlich schadlos und entführte somit einen glücklichen Punkt aus dem Emsland. Meppen steht durch den verpassten Sieg bei elf Punkten und rutscht auf Platz 17 ab. Weiter geht es für die Emsländer am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen Würzburg, das punktgleich auf Rang 16 liegt. Havelse bleibt mit sechs Zählern Tabellenletzter und empfängt tags darauf den 1. FC Saarbrücken.

   

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