Liquiditätslücke: SC Paderborn fehlen drei Millionen Euro

Die finanzielle Lage beim SC Paderborn spitzt sich zu: Zusätzlich zum prognostizierten Verlust von 2,51 Millionen Euro bis zum Saisonende müssen die Ostwestfalen mit Blick auf die Drittliga-Zulassung für die kommende Saison bis Ende Mai eine Liquiditätslücke in Höhe von drei Millionen Euro schließen – das berichtet das "Westfalen Blatt". Gelingt das nicht, droht der Lizenzentzug und der Zwangsabstieg in die Regionalliga.

Millionen-Darlehen rettete Verein im Februar

Schon am Montagabend hatte Präsident Wilfried Finke auf der Mitgliederversammlung gewarnt: "Die aktuellen Lasten führen dazu, dass wir in der 3. Liga nicht überlebensfähig sind". Wenn sich nichts ändere, "sind wir bald pleite", führte Finke weiter aus. Bereits vor einigen Wochen wäre es beinahe soweit gewesen: Nur ein Darlehen mehrerer Gremiumsmitglieder in Höhe von vier Millionen Euro sicherte zu diesem Zeitpunkt die finanzielle Existenz. "Ansonsten wäre der Verein zahlungsunfähig gewesen", betonte der Vereinspräsident und kündigte an: "Weiteres Geld ist von den Gremiumsmitglieder nicht zu erwarten – jetzt sind andere gefordert."

SCP sucht "positiv verrückte Helden"

Damit meinte der 65-Jährige vor allem die Stadt Paderborn, doch die winkte am Dienstag bereits ab. Die Begründung: "Die Stadt Paderborn hat in der Vergangenheit sehr viel für die Rahmenbedingungen des SC Paderborn getan, sieht jetzt jedoch die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht." Aber auch die regionale Wirtschaft nahm Finke in die Pflicht. Im Zuge dessen sprach Vizepräsident Dr. Rudolf Christa – in Anlehnung an die Vereinshymne – von der Suche nach Helden, "die im positiven Sinne verrückt sind und sich finanziell engagieren." Doch wer investiert in einen Verein, der innerhalb eines halben Jahres wohl zwei Millionen Euro Verlust einfahren wird? Die finanzielle Zukunft des Bundesliga-Aufsteigers von 2014 hängt – genau wie der sportliche Liga-Erhalt – am seidenen Faden.

   

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