"Haben uns in drei Tagen viel kaputt gemacht": Frust beim Waldhof
Beim 0:2 in Würzburg kassierte der SV Waldhof Mannheim die zweite Niederlage in Folge und hat es dadurch erneut verpasst, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern. Sehr zur Enttäuschung auch von Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber, der von "drei katastrophalen Tagen" sprach.
Schwache erste Halbzeit
Erst in der Schlussphase wachten die Buwe nochmal auf und drängten auf den Ausgleich, "doch als wir dann alles riskiert haben, ist das 0:2 gefallen", haderte Trainer Rui Mota bei "MagentaSport". Während er mit dem Auftritt nach der Pause durchaus zufrieden war und vor allem die Energie seiner Mannschaft lobte, "hat mir die erste Halbzeit nicht gefallen", betonte er. "Wir haben nicht unseren Fußball gespielt und den Ball nicht in die gefährlichen Räume gebracht."
Claudio Kammerknecht sprach zudem davon, dass Mannheim den Kickers durch Ballverluste immer wieder Selbstvertrauen geschenkt habe. So ist nach 44 Minuten auch das 0:1 gefallen, als Polte den Ball unzureichend in die Mitte klärte. "Wir sind zu spät aufgewacht. Am Ende hat Würzburg das sauber verteidigt und einen Konter sauber gesetzt", so Kammerknecht. Die Buwe dagegen nutzten ihre Chancen nicht.
"Drei katastrophale Tage"
So stand am Ende die zweite Niederlage in Folge, nachdem die Buwe schon am Mittwoch gegen den FC Ingolstadt unterlagen. "Wir haben uns in drei Tagen viel kaputt gemacht", sagte Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber nach der Partie gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung" und sprach von "drei katastrophalen Tagen". Denn eigentlich hatten die Mannheimer mit sechs Punkten aus beiden Partien geplant, "weil es gegen Gegner ging, gegen die wir den Anspruch haben müssen, zu punkten. Das haben wir nicht geschafft und das ist katastrophal, weil diese Punkte definitiv fehlen werden".
Dass der SVW am Ende mit null Zählern aus beiden Spielen ging, machte Zuber auch an den Länderspiel-Abstellungen fest. "Einer hat sich sofort verletzt und zwei waren halbtot." Zudem fehlten am Samstag gleich zehn Spieler aufgrund von Verletzungen. "Wir können nicht durchpowern momentan. Das ist sicher auch ein Grund, weil die Körner fehlen."
Auf Platz 11 abgerutscht
Statt in Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen in die neue Woche zu gehen, sind die Kurpfälzer lediglich Elfter – bei nur noch drei Zählern Vorsprung auf die Abstiegsplätze. "Wir hätten jetzt jedes Mal auf Platz fünf springen können. Das tut weh, aber wir müssen weiterarbeiten. Bis Hoffenheim haben wir jetzt etwas mehr Zeit, da müssen wir uns schütteln. Da müssen wir besser auftreten." Erst am Sonntag in einer Woche sind die Buwe zuhause gegen die TSG II gefordert, müssen dabei nach dem durch den DFB verhängten Zuschauer-Teilausschluss allerdings auf die Unterstützung der Otto-Siffling-Tribüne verzichten, die gesperrt ist.