Giannikis nach 3:3 verärgert: "Zwei verdiente Punkte liegen gelassen"
Gleich zweimal lag der 1. FC Saarbrücken beim Auswärtsspiel in Münster am Mittwochabend mit zwei Toren vorne, nahm am Ende aber nur ein Unentschieden mit, was für die Saarländer nicht zufriedenstellend war. Cheftrainer Argirios Giannikis zeigte sich verärgert.
"Ein Spitzenspiel gesehen, ein Topspiel"
Vier Zeigerumdrehungen dauerte es, da ging der 1. FC Saarbrücken durch den ersten Profitreffer von Alexander Staff in Führung. Zwischen der 19. und 29. Spielminute folgte ein Torfestival, bei dem die Saarländer zwei Mal und die Adlerträger aus dem Münsterland ebenfalls ein Mal jubeln durften – also 3:1 für den FCS nach knapp einer halben Stunde. "Ich glaube, wir haben ein Spitzenspiel gesehen, ein Topspiel. Für eine Englische Woche an einem Mittwoch war das ein sehr, sehr gutes Niveau", fand Argirios Giannikis unmittelbar nach dem Spiel bei "MagentaSport" sowie in der Pressekonferenz nach der Partie.
"Ich habe von meiner Mannschaft eigentlich eine hervorragende erste Halbzeit gesehen mit Ausnahme von sechs, sieben Minuten, in denen das 2:1 fällt und noch eine weitere Flanke von uns unterlaufen wird", fasste der FCS-Coach im Detail zusammen. "Aber wir waren sehr spielstark, haben sehr viele Chancen herausgespielt und haben in der Anfangsphase sehr gut agiert." Der große Haken? Im zweiten Abschnitt schoss Münster den Ausgleich. Und das gefiel Giannikis logischerweise weniger. "Ich will die zweite Halbzeit auch nicht ganz schlecht reden. Was mich am meisten ärgert ist das 2:3, bei dem wir nicht scharf waren. Da machen wir ein blödes Foul." Und der anschließende Freistoß traf ins Mark.
"Wenn dieser Sonntagstreffer nicht fällt, …"
Denn Münster hatte Lunte gerochen und stellte wenige Minuten später das 3:3 her. "Ein Sonntagsschuss, das kann mal passieren", hob Giannikis hervor, der seinen Ärger über das Zustandekommen trotzdem nicht verbergen wollte. "Wenn dieser Sonntagstreffer nicht fällt, glaube ich, haben wir den längeren Atem. Die letzten sieben, acht Minuten haben wir den Gegner eingeschnürt, um noch das 4:3 zu erzielen." Doch ein entscheidender Treffer fiel nicht mehr, weshalb Saarbrücken am Ende nur einen Punkt aus dem Münsterland entführen konnte. "Das bestärkt uns in unserem Weg, den wir gehen. Ich ärgere mich trotzdem, dass wir die verdienten zwei Punkte hier liegen gelassen haben", so Giannikis.
Wohin wird der Weg die Saarländer jetzt führen? Ein Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass die Richtung noch offen ist, denn nach sechs Spieltagen der letzten Saison hatte der FCS bereits 13 Punkte auf dem Konto – und damit drei Zähler mehr als zum jetzigen Zeitpunkt. Ex-Coach Alois Schwartz holte danach sogar noch einen weiteren Sieg, woraufhin eine ungeahnte Negativserie folgte. Diese durchbrach der FCS erst wieder unter Giannikis, was bis zum 24. Spieltag (!) dauerte. Anhand der bisherigen Auftritte der Saarländer ist die Zuversicht jedoch groß, dass dem radikalen Kaderumbruch zum Trotz kein Absturz droht. Am Samstag wartet nun die SG Sonnenhof Großaspach auf den FCS.