"Geiles Spiel": FCS mit großer Fan-Unterstützung zu F95
Nach dem 2:4 gegen den MSV Duisburg hat Saarbrückens Trainer Argirios Giannikis einige Ansatzpunkte ausgemacht. Gegen Fortuna Düsseldorf soll sein Team die Erkenntnisse umsetzen und den nächsten Schritt machen – vor einer stimmungsvollen Kulisse mit 5.000 mitreisenden FCS-Fans.
FCS mit vielen Hausaufgaben vor Düsseldorf
Am 10. Spieltag erwartet die 3. Liga ein "geiles Spiel", wie Saarbrückens Cheftrainer Argirios Giannikis im Mediengespräch vor dem Spiel die Partie gegen Fortuna Düsseldorf bezeichnete. Ob es auf dem Platz tatsächlich dazu kommt, bleibt abzuwarten. Die Rahmenbedingungen stimmen jedenfalls schon jetzt: Der Sechste empfängt den Fünften. Beide Teams haben 14 Punkte, der FCS liegt lediglich aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den Fortunen. Auch auf den Rängen könnte einiges geboten sein, schließlich reisen aus Saarbrücken rund 5.000 Anhänger mit. "Deswegen spielen wir Fußball", freute sich Giannikis. Für seine Mannschaft sieht er in der Partie allerdings vor allem eine Lernmöglichkeit.
Apropos Learnings: Die gab es nach der 2:4-Niederlage gegen den MSV Duisburg zuhauf. Im Mittelpunkt standen die mangelnde Gegenwehr bei den Gegentoren und ungenutzte Gelegenheiten, selbst in Führung zu gehen – und das "in einer Halbzeit, in der es Chancengleichheit gab". Auch die Vermeidung unnötiger Risiken war ein Thema, konkret beim 0:1 durch Lobinger. "Wenn wir eine Exitstrategie haben und nicht hinten herausspielen, weil der Gegner so mannorientiert und aggressiv presst, dann müssen wir die diagonale Tiefe suchen. Da ist der Ball nicht hingekommen", erklärte Giannikis. Unabhängig davon habe man aber "genug Personal hinter dem Ball gehabt, wo man sich anders anstellen könnte". Was er damit meinte, führte der Trainer aus: "Nicht auf Balleroberung gehen, sondern auf Raumsicherung. Dann wäre das Tor vermeidbar gewesen."
"Wollte der Mannschaft nicht schaden"
Dennoch sei genau das Teil des Prozesses, "aus dem die jungen Spieler lernen". Trotz der Tabellenposition dürfe man nicht vergessen, dass sich der FCS in einer Umbruchssaison befinde. Es könne "einfach ein bisschen dauern, dahin zu kommen, wo Duisburg aktuell steht" – und damit auf ein Niveau, auf dem man solche Spiele für sich entscheide. "Gegen den MSV waren vielleicht ein, zwei Spieler nicht in Topform beziehungsweise wir sind nicht an die Maximalgrenze gegangen." Um gegen Fortuna Düsseldorf etwas mitzunehmen, werde das allerdings notwendig sein. Das Team von Alexander Ende war schlecht in die Saison gestartet, gewann aus den vergangenen fünf Spielen aber drei. Zuletzt gelang den Fortunen ein Last-Minute-Auswärtssieg bei Preußen Münster.
Giannikis schätzt Düsseldorf als Aufstiegsfavoriten Nummer eins ein. Darüber hinaus sei es eine Mannschaft, "die eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend hat und spielstark ist". Das wolle Saarbrücken einerseits eindämmen, gleichzeitig aber auch "unser eigenes Spiel aufziehen". Personell muss Giannikis auf Dominic Baumann verzichten, der Angreifer ist erkrankt. Maurice Multhaup ist derweil wieder ein Kandidat für den Kader. Stürmer Alexander Staff steht ebenfalls zur Verfügung. Er war gegen Duisburg nach einer Stunde ausgewechselt worden: "Die Wade hat gezwickt und da wollte ich der Mannschaft nicht schaden und habe gesagt, dass es nicht mehr weitergeht, bevor sie komplett zumacht." Dagegen wird Patrick Sontheimer erneut ausfallen-