"Geben ihm alle Zeit": Kein Heyer-Debüt gegen Ex-Klub Düsseldorf

Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Fortuna Düsseldorf hätte Moritz Heyer nach knapp einem halben Jahr sein Comeback und Debüt für den SV Meppen feiern können. Doch Cheftrainer Lucas Beniermann will beim Neuzugang nichts überstürzen.

"… damit er uns dann auch nachhaltig helfen kann"

Nach 174 Tagen hätte seine Durststrecke ausgerechnet gegen den Ex-Klub enden können. Doch dazu wird es für Moritz Heyer nicht kommen. Seit Sommer vereinslos, schloss sich der ehemalige Mittelfeldspieler des Hamburger SV vor zwei Tagen dem SV Meppen an. Sein Debüt am Freitagabend gegen Fortuna Düsseldorf bleibt jedoch aus: Der 31-jährige Defensivallrounder wird nicht im Meppener Kader stehen.

Cheftrainer Lucas Beniermann erklärt gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass er offene Gespräche mit dem Neuzugang geführt habe. Dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, "dass wir ihm alle Zeit geben, ihn wieder heranzuführen". Gemeinsam habe man sich dazu entschieden, den Einstieg behutsam anzugehen, "damit er uns dann auch nachhaltig helfen kann".

Keine Reaktion auf Mißner-Verletzung

Zwar bringt Heyer die Erfahrung aus 179 Zweitliga-Spielen mit, weshalb die Entscheidung zunächst ungewöhnlich erscheinen mag. "Aber man darf auch nicht vergessen, dass ein halbes Jahr, in dem er keine Wettkampfpraxis hatte, durchaus eine lange Zeit ist." Man mache "nicht umsonst eine Saisonvorbereitung. Wenn die Jungs alle von Beginn an da wären, dann könnte man sich das ja klemmen und mit der Saison starten", erklärte Beniermann.

Ein Begriff fiel im Zusammenhang mit Heyers Verpflichtung besonders häufig: Nachhaltigkeit. Entsprechend räumte Meppens Trainer auch mit dem Gerücht auf, der Neuzugang sei als Reaktion auf den Ausfall von Tobias Mißner ins Emsland gewechselt. Aufgrund einer Sehnenruptur wird der Linksverteidiger den Meppenern monatelang fehlen. Ob Heyer in Düsseldorf dabei sein wird oder weiter an seinem Comeback arbeitet, ist noch unklar. Wie Beniermann andeutete, werden ausgewählte Akteure, die am Freitagabend nicht zum Kader gehören, dennoch vor Ort sein und die Mannschaft von der Tribüne aus unterstützen. Für Heyer wäre es die erste Gelegenheit, seinen neuen Klub live im Wettkampf zu erleben.

   

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