Fortuna Düsseldorf: Fabian erklärt Entscheidung für Langeneke
Nach der Trennung von Alexander Ende setzte Fortuna Düsseldorf auf eine interne Lösung. Jens Langeneke übernimmt "bis auf Weiteres" den Trainerposten und soll die Mannschaft wieder auf Kurs bringen. Sportdirektor Patrick Fabian erklärt, warum die Wahl auf den bisherigen U23-Trainer fiel und welche Erwartungen der Verein mit dem Wechsel verbindet.
Führungsqualitäten waren ausschlaggebend
14 Punkte nach zehn Spielen sind keine desaströse Ausbeute, aber deutlich zu wenig für einen ambitionierten Verein wie Fortuna Düsseldorf, der nach dem Abstieg bestenfalls auf direktem Wege in die 2. Liga zurückkehren will. Die Überzeugung, dass Alexander Ende dieses Ziel erreichen wird, war nach der 1:3-Niederlage gegen Saarbrücken am Samstag bei den Verantwortlichen nicht mehr gegeben, sodass sie tags darauf das Aus des 47-Jährigen beschlossen. Gleichzeitig wurde mit U23-Coach Jens Langeneke bereits der neue Coach präsentiert.
"Für uns war klar, dass wenn es eine Veränderung auf der Trainerposition geben wird, unser erster Kandidat im eigenen Stall zu finden ist – nämlich Jens", sagte Sportdirektor Patrick Fabian im Vereins-TV. Nachdem die Entscheidung für einen Trainerwechsel gefallen sei, habe Fortuna den Austausch mit Langeneke intensiviert. Beide Seiten hätten sich schließlich gemeinsam darauf verständigt, den neuen Weg einzuschlagen. Für Fabian sprechen vor allem Langenekes Führungsqualitäten und seine fachlichen Fähigkeiten für die Besetzung. Er habe ihn als "sehr meinungsstark" und überzeugt von seinem Handeln kennengelernt. Diese Eigenschaften hätten Langeneke bereits als Spieler ausgezeichnet. 216 Mal lief er für die Rheinländer auf und schaffte mit der Fortuna in der Saison 2011/12 den Bundesliga-Aufstieg.
Spielidee für Rostock noch offen
Dass der neue Coach schon seit 2006 im Verein ist und bei den Fans als Identifikationsfigur gilt, habe bei der Entscheidung dagegen nicht im Vordergrund gestanden. Fabian sieht darin allerdings einen zusätzlichen Vorteil: Es könne helfen, "die Reihen zu schließen" und gemeinsam nach vorne zu schauen. Entscheidend sei vielmehr, dass Langeneke seine Überzeugungen vermitteln und sowohl die Mannschaft als auch das Trainerteam und den Staff mitnehmen könne. Zudem traue ihm Fabian zu, auf dem Platz flexibel zu reagieren.
Wie Fortuna unter Langeneke künftig auftritt, ist noch nicht abschließend geklärt. Die konkrete Ausrichtung und Formation liege in der Verantwortung des Trainers, betont Fabian. Beide hätten sich aber bereits darüber ausgetauscht, was die Mannschaft aus Sicht des Vereins aktuell brauche. Langeneke habe seine eigenen Ideen eingebracht und die vergangenen Spiele bereits als U23-Trainer verfolgt. In der laufenden Woche soll sich zeigen, mit welcher Ausrichtung Düsseldorf in das nächste Spiel gegen Hansa Rostock geht. Fabian machte deutlich, dass es zunächst darum gehe, ein gemeinsames Verständnis für die aktuelle Situation zu entwickeln und anschließend die passenden Entscheidungen für die Partie zu treffen. Erstmals das Training leiten wird Langeneke am Dienstag.