DFB zeichnet vier Spieler des MSV Duisburg mit Fair-Play-Medaille aus

Der DFB hat in Maximilian Braune, Rasim Bulic, Joshua Bitter und Tobias Fleckstein vier Spieler des MSV Duisburg mit der Fair-Play-Medaille im Profifußball für die Saison 2025/26 geehrt.  

Zuschauer auf dem Rasen

Ausschlaggebend war eine Szene in der Nachspielzeit des Heimspiels gegen den VfL Osnabrück am 7. April. Ein Zuschauer war unerlaubt auf den Platz gelaufen und auf Schiedsrichter Nico Fuchs zugegangen. Braune stoppte ihn und begleitete ihn, bis der Ordnungsdienst übernahm. Bulic stellte sich schützend vor den Unparteiischen, Bitter und Fleckstein halfen ihren Mitspielern. Nach Darstellung des DFB verhinderten die vier damit eine mögliche Eskalation und trugen dazu bei, dass die Partie ordnungsgemäß zu Ende gespielt werden konnte.

Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident und Vorsitzender der Fair-Play-Jury, würdigte das Verhalten: "Der Fußball lebt von Menschen, die im entscheidenden Moment Verantwortung übernehmen", sagte er. Die Spieler hätten hingesehen, Haltung gezeigt und das Richtige getan. Ihr Einsatz stehe für Respekt, Verantwortung und Zivilcourage. "Genau solche Gesten machen unseren Fußball stärker und zu mehr als nur einem Spiel." Die Übergabe der Medaille und Urkunde erfolgte in der Halbzeitpause der Partie gegen Stuttgart II an Geschäftsführer Michael Preetz. Dieser nahm die Auszeichnung stellvertretend für die Spieler entgegen.

Auch Amateure geehrt

Die Preisträger im Amateurbereich wurden bereits beim "Wochenende des Amateurfußballs" ausgezeichnet. Die Fair-Play-Medaille erhielt Karl-Herbert Schneider vom VfR Rheinsheim. Der Vereinsoffizielle hatte in einem Kreisklasse-B-Spiel den Schiedsrichter im Umgang mit störenden Zuschauern unterstützt und durch konsequentes Einschreiten eine weitere Eskalation verhindert. Der DFB sieht darin ein Beispiel für die Wirkung des “Stopp-Konzepts”, wenn die Beteiligten es im Sinne eines vernünftigen Miteinanders anwenden.

Auf den weiteren Plätzen folgten Noah-Daniel Nocht vom SV Obereschach und Katrin Zellner vom SV Saaldorf. Nocht ließ eine sichere Torchance aus, nachdem sich der gegnerische Torwart verletzt hatte. Zellner stellte bei einem Strafstoß in der Schlussminute selbst klar, dass es kein Foul gegeben hatte. Einen Sonderpreis erhielt Veit Griebsch vom LSV 61 Tauscha, der bei einem Hallenturnier lebensrettend eingriff. Der DFB vergibt die Fair-Play-Medaille seit 1997. Sie würdigt Menschen, die auf und neben dem Platz vorbildlich handeln und zeigen, dass Fair Play mehr bedeutet, als sich an Regeln zu halten.

   

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