"Die Geduld verloren": Giannikis unzufrieden nach Nullnummer
Beim 0:0 gegen Fortuna Köln tat sich der 1. FC Saarbrücken schwer damit, seine Überlegenheit in Torgefahr umzumünzen. Unter dem Strich bleibt das erste Spiel ohne Gegentor der Saison, auch dank Torhüter Matteo Bignetti, der eine besondere Zeit hinter sich hat.
"Es ist ein große Ehre"
Nach dem Spiel wussten die Saarbrücker nicht so ganz, ob sie mit dem Punkt zufrieden sein sollen. Trotz einiger guter Torchancen reichte es nur zu einem 0:0. Damit spielte der FCS erstmals in dieser Saison zu Null. "Die ganze Mannschaft hat eine gute Defensivarbeit gemacht. Dass die Null steht, ist gut für uns", sagte Torwart Matto Bignetti bei "MagentaSport" und ergänzte: "Der Rest ist leider nicht so gut heute."
Denn bei den Gästen stotterte der Motor nach der Länderspielpause. "Nach drei Wochen wieder reinzukommen, ist nicht ganz einfach. Die Platzverhältnisse waren auch nicht so leicht. Am Ende müssen wir trotzdem besser damit umgehen und dann einfach die Chancen reinmachen", machte Bignetti klar. Hinter ihm liegen ereignisreiche Tage. Eigentlich war er für die österreichische U21-Auswahl nominiert, rückte dann aber zur A-Nationalmannschaft auf, als dort ein Torhüter verletzt ausfiel. Dadurch durfte er im Team von Ralf Rangnick trainieren. "Das zeigt, wo es hingehen kann und wo es sich lohnt, dafür zu arbeiten jeden Tag. Für das eigene Land dabei zu sein, ist sowieso eine große Ehre", freute sich der Schlussmann.
"Haben zu viele Fehler gemacht"
Saarbrückens Trainer indes ordnete das Spiel zweigeteilt ein. "Es war mehr für uns drin heute. Trotzdem haben wir kein top Spiel gemacht", meinte Argirios Giannikis. Dabei sahen die ersten Minuten viel versprechend aus. Seine Elf übernahm sofort das Kommando und gefährlich vor das Tor. "Wir sind gut reingekommen in den ersten zehn Minuten hatten zwei Chancen, um in Führung zu gehen. Mit zunehmender Spieldauer haben wir die Geduld verloren, zu viele Fehler gemacht", bemängelte der 46-Jährige. Die Feldvorteile konnte sein Team nicht in gewohnter Manier nutzen. "Wir hatten viele Voraussetzungen für Tempoangriffe, wo wir den Raum nicht gut genutzt haben oder den finalen Pass nicht gespielt haben."
Dennoch blickte auch der Trainer positiv darauf, dass der eigene Kasten sauber blieb. "Wir sind in keinen Konter gelaufen, wie es gegen Ingolstadt passiert ist. Wir haben wenig zugelassen. Das war gut und das nehmen wir mit, dass wir trotzdem gepunktet haben." Das könnte ein wichtiger Fortschritt für die kommende Englische Woche sein, in der Saarbrücken auf Tabellenführer MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf trifft. "Duisburg ist eine Herausforderung für uns als junge Mannschaft. Aber wir haben ein Heimspiel und da ist alles möglich", schaute Giannikis auf das Kräftemessen mit dem Ligaprimus voraus.