"Das Potenzial ist da": Langeneke legt bei der Fortuna los
Nach dem Aus von Alexander Ende soll Vereinsikone Jens Langeneke die Fortuna aus Düsseldorf wieder auf Kurs bringen – zumindest "bis auf Weiteres", wie es heißt. Am Dienstag stand der Ex-Profi erstmals auf dem Trainingsplatz – und gab direkt die Richtung für die kommenden Wochen vor.
"Schnellstmöglich ins Punkten kommen"
218 Mal lief der 49-Jährige einst für die Fortuna auf, schaffte mit ihr 2009 erst den Sprung in die 2. Bundesliga und 2021 schließlich in die Bundesliga. Nachdem er im Anschluss an sein Karriereende 2017 zunächst verschiedene Jugendteams bei den Rheinländern betreut hatte, erhält er nun die Möglichkeit, sich bei den Profis zu beweisen. Eine große Chance, aber gleichzeitig auch eine große Herausforderung. Schließlich soll es bestmöglich noch in dieser Saison in die 2. Liga zurückgehen. 14 Punkte aus zehn Spielen sind allerdings nicht die Ausbeute eines Aufsteigers, entsprechend liegt die Fortuna bereits vier Punkte hinter dem Relegationsplatz. Zu Rang zwei fehlen gar schon sechs Zähler.
Doch Langeneke bleibt zuversichtlich: "Wir haben 10 Spiele gespielt. Die 3. Liga ist ein Marathon mit 38 Spieltagen. Das heißt, wir haben noch 28 zu spielen. Die Zeit ist da. Das Potenzial ist da", sagt er in der "Bild"-Zeitung. Wichtig sei nun, die PS in Verbindung mit Punkten auf dem Platz zu kriegen. Das klare Ziel: "Wir wollen schnellstmöglich ins Punkten kommen. Das wird am Samstag die erste Aufgabe sein." Dann gastiert die Fortuna bei Hansa Rostock, das nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ebenfalls unter Druck steht. Die Chance für die Fortuna?
"Müssen torgefährlicher werden"
Um die Trendwende einzuleiten, schaut Langeneke aber weniger auf den Gegner, sondern auf sein eigenes Team – und hat bereits ausgemacht, woran er arbeiten muss: "Wenn man neutral auf das Torverhältnis schaut, liegt es auf der Hand, dass wir torgefährlicher werden müssen." Mit gerade mal elf Treffern stellt F95 den zweitschwächsten Angriff der Liga, nur Fortuna Köln traf noch seltener (achtmal). Und das, obwohl Düsseldorf die fünftmeisten Torschüsse aller Klubs abgab. Das große Manko ist somit die Chancenverwertung, die ligaweit die drittschlechteste ist. Die Wege, um die Torgefahr zu erhöhen, seien "vielfältig", weiß der frühere Abwehrspieler. "Grundsätzlich hilft es immer, wenn ich viel Personal ins letzte Drittel bekomme. Dazu gehört, dass wir kompakt auftreten, eine gute Restverteilung haben und nicht in Konter reinlaufen."
Wie es geht, zeigte er zuletzt mit der U23 in der Oberliga, die nach zehn Spieltagen mit 20 Punkten auf Rang 3 steht. Einen Zweierschnitt wird Langeneke auch bei den Profis benötigen, um diese zum Aufstieg zu führen. Dass er viele Spieler noch aus der Jugend kennt, dürfte dabei ein Vorteil sein. Unterstützung erhält er zudem von Adam Bodzek, der als Co-Trainer fungiert. Beide standen einst gemeinsam als Spieler für die Fortuna auf dem Platz. Führen sie die Fortuna nun zurück in die Spur? Falls ja, wird Langeneke zur Dauerlösung beim Zweitliga-Absteiger.