"Darf niemals passieren": Preußen-Frust nach spätem Knock-Out

Wie schon am vergangenen Freitag gegen Essen gab Preußen Münster auch im Duell mit Fortuna Düsseldorf eine Führung aus der Hand und ging dieses Mal gar als Verlierer vom Platz. Der Frust war groß, zumal das zweite Gegentor erst in der Nachspielzeit fiel.

"Hätten uns einen Punkt verdient gehabt"

Als Felix Higl die Preußen nach 53 Minuten in Führung brachte, war die Welt der Adlerträger noch in Ordnung. Doch nur zwölf Minuten später kam die Fortuna zum Ausgleich und drehte die Partie in der Nachspielzeit sogar komplett. "Das darf uns niemals passieren", ärgerte sich Higl bei "MagentaSport" nicht nur über den Gegentreffer als solchen, sondern auch über die Entstehung: "Wir sind vorne, setzen uns eigentlich ein bisschen fest und müssen einfach am Ball bleiben. Da fehlt uns vielleicht so ein bisschen die Erfahrung und die Abgezocktheit in den Momenten. Und dann geben wir das Spiel ganz billig aus der Hand. Es tut richtig weh, denn wir hätten uns einen Punkt verdient gehabt."

Auch Trainer Thomas Wörle bezeichnete den Gegentreffer als "richtig bitter", schließlich sei seine Mannschaft mit "genügend Personal" bei Torschütze Hottmann gewesen, "allerdings helfen wir uns dann nicht. Da stellen wir uns nicht gut an und machen die Bahn zum Tor frei". So konnte der Stürmer den Ball aus spitzem Winkel an gleich drei Münsteranern vorbei ins Tor schieben. Schon das 1:1 sei "viel zu einfach" gefallen, monierte Wörle. "Wir sind in der Mitte nicht wirklich zugeordnet und lassen uns da überrumpeln", sagte er im Hinblick auf die Tatsache, dass Müller nach einer Hereingabe von Slimani völlig unbedrängt einschieben konnte.

"Kassieren auf jeden Fall zu viele Tore"

Die hohe Anzahl an Gegentoren zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Insgesamt schlug es bereits 18 Mal ein – nur Würzburg, Regensburg (beide 19) und Havelse (22) mussten noch mehr Gegentreffer hinnehmen. "Wir kassieren auf jeden Fall zu viele Tore", räumte auch Higl ein. Da hilft es dann auch nicht viel, dass die Preußen ein "brutal beherztes, leidenschaftliches Spiel" zeigten, wie Wörle betonte. Und das gegen eine Mannschaft, die "deutlich besser" besetzt sei als Münster.

"Wir müssen uns eigentlich belohnen, aber momentan gelingt es uns nicht, das Spiel mit einer Abgeklärtheit und Reife zu Ende zu verteidigen. So weit sind wir noch nicht", hielt Wörle fest. Trotz der vierten sieglosen Partie in Folge habe er aber "viele Dinge gesehen, die wir mitnehmen können". Ob es den Adlerträger zum Abschluss der Englischen Woche gelingen wird, eine Führung über die Zeit zu bringen? "Wir arbeiten dran und versuchen es von Spiel zu Spiel besser zu machen", blickte Higl voraus. Am Samstag gastieren die Adlerträger bei der SG Sonnenhof Großaspach. "Da wollen wir natürlich die richtige Antwort zeigen und einen Sieg einfahren."

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button