"Wären nicht pleite": F95 finanziell für weiteres Drittliga-Jahr gerüstet

Als einer der Top-Favoriten auf den Aufstieg gestartet, steht Fortuna Düsseldorf nach elf Spieltagen mit nur 15 Punkten lediglich auf Platz 12. Bereits sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz, bis zum zweiten Tabellenrang fehlen schon acht Punkte. Sollte der direkte Wiederaufstieg nicht gelingen, wäre die Fortuna finanziell dafür aber gerüstet.

"Erst mal solide aufgestellt"

Ein Verein in der Größe von Fortuna Düsseldorf, der vor eineinhalb Jahren unmittelbar vor dem Aufstieg in die Bundesliga stand, kann in der 3. Liga meist nicht dauerhaft überleben. Zu gering sind etwa die TV-Erlöse. Kassierte F95 in der vergangenen Saison noch etwa 16 Millionen Euro, sind es jetzt nur noch knapp 1,3 Millionen Euro. Auch in den Bereichen Sponsoring und Ticketverkäufe lassen sich im Bundesliga-Unterhaus deutlich höhere Einnahmen erwirtschaften. Viele Fortuna-Fans befürchten daher, dass es finanziell im Falle des Nicht-Aufstiegs eng werden könnte. Dem ist allerdings nicht so, wie Vorstandschef Alexander Jobst laut der "Rheinischen Post" bei einem Mitgliederforum unter der Woche deutlich machte.

"Auch wenn wir im Sommer nicht direkt wieder aufsteigen sollten, wären wir nicht pleite. Diese Ängste und Sorgen kann ich allen nehmen", so Jobst. "Die Dritte Liga wird für den gesamten Verein auf Dauer zwar enorm anstrengend, aber der Verein ist wirtschaftlich erst mal solide aufgestellt." Die vergangene Spielzeit konnte die Fortuna trotz des Abstiegs mit einem Gewinn von 200.000 Euro abschließen. Um auch in der 3. Liga handlungsfähig zu bleiben, haben die Rheinländer im Sommer 67 von 119 Mitarbeitern entlassen.

"Haben im Sport komplett versagt"

Wie Jobst im Rahmen des Mitgliederforums betonte, habe sich bei F95 in den letzten Jahren vieles in eine positive Richtung entwickelt. "Außer im sportlichen Bereich. Das ist Fakt. Wir haben im Sport komplett versagt. Wir haben die Strukturen dort nicht rechtzeitig angepasst. Und trotzdem hätte der Abstieg nie passieren dürfen", betonte der 53-Jährige und nahm sich dabei auch selbst in die Verantwortung. Um weiter vom direkten Wiederaufstieg träumen zu können, braucht es nun vor allem eines: Siege. Aus Fortuna-Sicht am besten schon am Freitagabend im Heimspiel gegen den SV Meppen.

   

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