Derby zwischen Saarbrücken und Mannheim: Was für wen spricht

Derbytime im Südwesten! Der 1. FC Saarbrücken empfängt den SV Waldhof Mannheim (Sonntag, 13:30 Uhr). Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Offensive: Mit 26 Toren stellt der 1. FC Saarbrücken nach Viktoria Köln (30) und dem MSV Duisburg (26) die drittbeste Offensive der Liga – und hat sechs Tore mehr erzielt als der Waldhof. Allein Kai Brünker traf sechsmal, zudem verbuchte auch Innenverteidiger Siemen Voet bereits vier Tore – und ist damit der treffsicherste Abwehrspieler der 3. Liga. Nur in zwei Partien blieb der FCS in der laufenden Saison ohne Tore, allein in den letzten drei Partien netzte Saarbrücken siebenmal ein.

Bilanz: Gemäß den Daten von "transfermarkt.de" standen sich beide Klubs bislang 52 Mal gegenüber – meist mit dem besseren Ausgang für die Saarländer. Fast die Hälfte aller Spiele (25) gingen an Blau-Schwarz, während die Buwe erst in 15 Partien siegreich waren. Drei der letzten vier Spiele konnte Saarbrücken gewinnen und ist im heimischen Ludwigspark – zumindest in der 3. Liga – noch ungeschlagen in den Derbys gegen den SVW (vier Siege, zwei Remis). Auch Trainer Argirios Giannikis konnte beide Spiele in seiner Karriere gegen Mannheim siegreich gestalten.

Ausfälle beim Waldhof: Zwar hat auch der FCS mit Calogero Rizzuto, Patrick Sontheimer und Sebastian Vasiliadis einige schmerzhafte Ausfälle zu verkraften, doch beim SVW ist die Liste der fehlenden Spieler deutlich länger. Während Lucien Hawryluk (Muskelverletzung), Adama Diakhaby (Achillessehnenriss), Kushtrim Asallari (Muskelverletzung), Jascha Brandt (Kreuzbandriss), Yannis Hör (Außenmeniskuseinriss) allesamt verletzt sind, fehlt Vincent Thill nach seiner fünften gelben Karte gesperrt.

 

Rückenwind: Nach 0:1-Rückstand konnte der SV Waldhof Mannheim sein Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II am vergangenen Sonntag noch mit 4:1 gewinnen – und geht daher mit Rückenwind in das Derby. Der FCS wiederum unterlag trotz Führung bei Schlusslicht TSV Havelse. Zwar wurde die Niederlage auch durch einige Fehlentscheidungen des Schiedsrichters beeinflusst, zurückzuführen ist die Pleite aber hauptsächlich auf eine schwache Leistung der Saarländer.

Boyd in Topform: Mann des Abends beim Heimsieg gegen Hoffenheim II war ohne Frage Terrence Boyd, der als Joker binnen 17 Minuten einen Hattrick schnürte. Damit hat es der 35-Jährige nicht nur der Liga nochmal bewiesen, sondern vor allem sich selbst, nachdem er zuvor in fünf Spielen torlos geblieben war. Nicht wenige Fans wünschen sich einen Startelf-Einsatz des US-Amerikaners, der für ein Derby wie dem am Sonntag genau der richtige Mann sein könnte.

FCS zuhaue schwach: Auch wenn der FCS in der 3. Liga zuhause noch nie gegen Mannheim verloren hat: Eine Heimmacht sind die Saarländer zumindest in der laufenden Saison nicht. In fünf Spielen gab es lediglich zwei Siege, während es auf der anderen Seite bereits drei Niederlagen setzte. Damit rangieren die Blau-Schwarzen in der Heimtabelle lediglich auf Platz 16. Die Buwe sind in der Auswärtstabelle mit sieben Punkten immerhin Neunter.

   

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