"100 Prozent reingeworfen": Langeneke mit Lob nach Remis
Jens Langeneke ist mit einem 1:1 beim F.C. Hansa Rostock als Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf gestartet. Für den neuen Coach war es ein "gelungener Auftakt": Er lobte die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft, sah spielerisch aber noch Verbesserungsbedarf. Anas Slimani sorgte mit seinem ersten Drittliga-Tor für die schnelle Antwort auf den Rückstand.
"Das ist auch der Charakter der Mannschaft"
Nach seiner ersten gemeinsamen Trainingswoche wollte Langeneke vor allem Einsatzbereitschaft, Intensität und Zweikämpfe sehen. In diesen Bereichen habe Düsseldorf "100 Prozent reingeworfen", sagte er im Interview gegenüber "MagentaSport". Die Grundlagen stimmten für den Nachfolger von Alexander Ende: "Die waren da, die sind da, und das ist auch der Charakter der Mannschaft." Bereits in den ersten Trainingstagen habe er gespürt, dass das Team intakt sei. Dass Düsseldorf auch Glück und einen starken Torwart gebraucht hatte, räumte Langeneke ebenfalls ein. Louis Lord habe eine gegnerische Chance selbst eingeleitet, anschließend aber wichtige Paraden gezeigt. "Von der Gesamteinordnung, glaube ich, können wir mit dem Punkt ein bisschen besser leben als die Rostocker", urteilte er im TV-Interview.
Auf der anschließenden Pressekonferenz erläuterte Langeneke seine taktische Korrektur. "So wie wir es dann gegen die Dreierkette gemacht haben, hat es am Anfang nicht funktioniert.“ Nach etwa 15 bis 20 Minuten sei Düsseldorf "vorne in der ersten Linie Mann gegen Mann angelaufen". Dadurch habe seine Mannschaft mehr Zugriff und eigene Offensivaktionen bekommen.
Umso wichtiger war für ihn die schnelle Antwort auf den Rückstand vor der Pause. Das Gegentor sei auch aus einer eigenen unsauberen Spieleröffnung entstanden. Über den direkten Ausgleich sagte er: "Das war, ich glaube, ganz, ganz wichtig für die Moral der Jungs, an der ich übrigens nichts zu meckern habe." Nach dem Seitenwechsel fehlte hingegen die Durchschlagskraft: "Wir sind dann nicht mehr ganz zwingend nach vorne gekommen." Ein möglicher später Düsseldorfer Sieg wäre "des Guten zu viel gewesen", ordnete Langeneke ein.
"Ich weiß, dass ich solche Schüsse drauf habe"
Für den Ausgleich sorgte Slimani mit einem Distanzschuss. "Ich habe nicht viel nachgedacht. Ich habe den Ball vor mir gesehen und ich dachte, ich ziehe einfach mal ab", beschrieb er die Szene bei "MagentaSport". Dabei vertraute er auf seine Abschlussstärke: "Ich weiß, dass ich solche Schüsse drauf habe und umso glücklicher, dass er dann auch reingegangen ist."
Auch die Vorgaben des neuen Trainers erkannte Slimani auf dem Platz wieder. "Als Erstes ging es uns darum, zusammen zu verteidigen, zusammen anzugreifen", erklärte er. Das habe die Fortuna "ganz okay hinbekommen". Über seinen neuen Chefcoach sagte er: "Wir verstehen uns gut mit ihm." Die positive Energie gelte es mitzunehmen. Mit dem Ergebnis war der Torschütze gleichwohl nicht vollständig zufrieden: "Schade, dass es nur für einen Punkt gereicht hat." Am Freitag empfängt Düsseldorf den SV Meppen. Bis dahin will Langeneke weitere Inhalte vermitteln. Nach dem Punkt zum Einstand soll vor heimischem Publikum sein erster Sieg als Fortuna-Cheftrainer folgen.