FCH gegen F95 wohl ohne Unbehaun – Auch Holten erneut verletzt
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge steht Hansa Rostock im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (Samstag, 14 Uhr) unter Druck – und hat ausgerechnet jetzt mit Personalproblemen zu kämpfen. Neben Emil Holten und Maximilian Krauß wird wohl auch Stammkeeper Luca Unbehaun ausfallen.
Leichte Rückenverletzung bei Unbehaun
Er war gerade in den letzten beiden Spielen nicht frei von Fehlern, Torhüter Luca Unbehaun. Besonders beim zweiten Gegentreffer in Aachen sah der 25-Jährige alles andere als gut aus, als er einen Freistoß auf 25 Metern nicht abgewehrt bekam. Im Anschluss an die Partie entbrannte bei Fans daher eine Torhüterdiskussion, die sich nun womöglich von selbst klärt. Denn wie Trainer André Breitenreiter bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag berichtete, hat sich Unbehaun beim Training am Mittwoch "eine leichte Rückenverletzung zugezogen, was ihn in seiner Beweglichkeit und Bewegung im Torwartspiel einschränkt". Eine Prognose, ob der 25-Jährige tatsächlich ausfallen wird, wollte Breitenreiter noch nicht abgeben, schätzte es aber als "sehr wahrscheinlich" ein, dass er nicht zur Verfügung stehen wird.
Wer stattdessen den Kasten hüten würde, ließ der Hansa-Coach noch offen. Zwar habe er sich schon Gedanken gemacht, die finale Entscheidung soll aber erst nach dem Abschlusstraining am Freitag fallen. Ursprünglich war Yannic Stein als Nummer zwei in die Saison gegangen, verletzte sich dann jedoch und wird noch für einige Zeit ausfallen. Zuletzt saß Philipp Klewin als Ersatz auf der Bank, eine weitere Option wäre Jaaso Jantunen. Bei beiden liegt der letzte Drittliga-Einsatz allerdings schon eine Weile zurück.
Holten fehlt "auf unbestimmte Zeit"
Sicher ausfallen wird Emil Holten, der sich bei dem ungeahndeten Zweikampf beim Spiel in Aachen nach 87 Minuten sowohl am Knie als auch am Sprunggelenk verletzt hatte. Damit wird er nun "auf unbestimmte Zeit" nicht zur Verfügung stehen, wie Breitenreiter sagte. Und das, nachdem der Däne gerade erst nach Adduktorenbeschwerden zurückgekehrt und in Aachen sein Startelf-Debüt in dieser Saison gefeiert hatte.
Während auch Jonas Dirkner mit einer Rot-Sperre (die genaue Länge ist noch offen) und Paul Stock (Rückschlag im Training) ausfallen werden, steht hinter dem Einsatz von Maximilian Krauß noch ein Fragezeichen. "Er hat sich einen minimalen Hexenschuss zugezogen." Am Training konnte er zwar teilnehmen, sei aber "nicht völlig schmerzfrei", so der Hansa-Coach. "Da müssen wir auch den morgigen Tag noch abwarten, ob er zur Verfügung stehen kann."
Breitenreiter sieht "so viele Entwicklungsschritte"
Aus personeller Sicht geht Hansa also etwas gebeutelt in das Duell mit der Fortuna. Dennoch zeigte sich Breitenreiter zuversichtlich, zumal auch in den letzten beiden Spielen trotz der Niederlagen nicht alles schlecht gewesen sei. "Wir haben gegen Meppen keinen einzigen Torschuss in 90 Minuten zugelassen und waren in Aachen die beste Pressing-Mannschaft des Wochenendes", betonte der Rostocker Trainer und verwies darauf, dass die Mannschaft unter ihm bereits "so viele Entwicklungsschritte" gemacht habe – vor allem im Offensivbereich. Seine Mannschaft komme inzwischen deutlich häufiger in gefährliche Räume, lasse dort aber noch die nötige Präzision vermissen.
"Natürlich ist die Flankenqualität noch nicht so gut." Gleiches gelte für den letzten Pass und die Abschlüsse. Im Training habe das Team deshalb an der Qualität der Hereingaben und klareren Laufwegen gearbeitet. Durch eine gezieltere Besetzung der Räume sollen die Mitspieler künftig besser zu erreichen sein. "Bisher war das ein bisschen nach dem Zufallsprinzip", erklärte Breitenreiter. Er sei dennoch überzeugt, dass sich die Entwicklung irgendwann auch in den Ergebnissen niederschlagen werde. "Wenn die Entwicklung gut voranschreitet, werden diese Ergebnisse auch kommen", sagte er und hoffte, bereits am Samstag den nächsten Schritt zu sehen.
"Wollen dem Gegner unseren Stempel aufdrücken"
Mit der Fortuna erwartet die Kogge nach dem Trainerwechsel von Alexander Ende hinzu Jens Langeneke eine Wundertüte, was die Vorbereitung erschwert habe. Doch der Fokus lag laut Breitenreiter ohnehin auf dem eigenen Spiel. "Wir wollen dem Gegner unseren Stempel aufdrücken, damit er sich nach uns richten muss." Ob das gelingt, wird sich am Samstag zeigen. Bei einer erneuten Niederlage würde Düsseldorf an den Rostockern vorbeiziehen.