MSV patzt in Ingolstadt, Remis bei Langeneke-Debüt, SVWW mit 7:1

Überraschung am Samstagnachmittag: In Unterzahl fügte der FC Ingolstadt dem Spitzenreiter aus Duisburg die erst zweite Saisonniederlage zu (2:1). In Rostock endete das Debüt von Düsseldorfs neuem Trainer Langeneke mit einem 1:1. Der SV Meppen düpierte derweil die Würzburger Kickers mit 4:0. Noch deutlicher fiel der Sieg des SV Wehen Wiesbaden aus: Gegen die SG Sonnenhof Großaspach stand am Ende ein 7:1. Viktoria Köln drehte zudem einen 0:1-Rückstand und bezwang den SC Verl mit 3:1.

Rostock 1:1 Düsseldorf: Punkteteilung bei Langeneke-Debüt

Trainer-Debüt in Rostock: Langeneke soll die Fortuna nach Endes Entlassung wieder nach oben führen. Allerdings starteten die Gastgeber besser in die Partie und hatten nach 13 Minuten die erste große Chance: Dajaku flankte auf Voglsammer, der wiederum Schuster bediente. Lord war jedoch zur Stelle und parierte. Nach 25 Minuten war der Düsseldorfer Keeper indes geschlagen: Karada fand Voglsammer, der zunächst am Pfosten scheiterte, den Nachschuss dann aber im Tor unterbrachte. Allerdings ging die Fahne des Assistenten hoch – Abseits. Die Szene wirkte wie ein Hallo-wach-Effekt für die Düsseldorfer, die nun besser ins Spiel fanden und ebenfalls zu einer guten Chance kamen. Slimani visierte vom linken Strafraumeck das lange Eck an, doch Klewin wehrte den Schlenzer ab (40.). Für Voglsammer wiederum galt: Aller guten Dinge sind drei. Carstens spitzelte den Ball zum Stürmer, der Lord keine Chance ließ (44.). Doch die Führung hielt nicht lange: Pfanne rutschte bei einem langen Ball aus und legte die Kugel unfreiwillig vor die Füße von Slimani. Der Angreifer fackelte nicht lange und schlenzte den Ball vor dem Sechzehner in die Maschen (45.+1.).

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte – nämlich wild. Zunächst wurde Rostock gefährlich: Dajakus Ecke köpfte Carstens zu unplatziert aufs Tor, ehe Oberdorf gegen Voglsammer in höchster Not klären konnte (53./54.). Düsseldorf kam erneut durch Slimani zu einer Gelegenheit, doch dem Angreifer rutschte die Kugel aus halblinker Position über den Fuß (57.). Auf der Gegenseite wollte Lord Arden flach anspielen. Dieser war jedoch nicht aufmerksam, sodass Schuster dazwischenspritzen konnte. Der Düsseldorfer versuchte daraufhin, Lord zu überlupfen, traf aber nur die Latte (60.). Rostock blieb am Drücker, hatte aber weiterhin kein Glück: Fatkic zirkelte einen Freistoß an den zweiten Pfosten, wo Pfanne den Ball per Kopf aufs Tor brachte. Lord musste sich strecken und fischte das Spielgerät aus dem Winkel (64.). Danach gönnte sich die Partie eine Verschnaufpause, ehe Rostock beinahe erneut in Führung gegangen wäre: Carstens fand Krauß im Zentrum, der das untere Eck anvisierte. Lord parierte bärenstark und lenkte den Ball an den Pfosten (83.). Während Rostock zum dritten Mal in Folge ohne Sieg bleibt und auf Rang sieben zurückfällt, klettert die Fortuna auf Rang neun.

Ingolstadt 2:1 Duisburg: FCI trotz Unterzahl mit Sieg gegen Spitzenreiter

Ingolstadt empfing den Spitzenreiter aus Duisburg mit zwei Siegen in Folge im Gepäck. Die Gäste erwischten direkt den perfekten Start in die Partie: Sapina spielte nach einem Einwurf einen Fehlpass, Lobinger behielt den Überblick und bediente Kother, der vor Klein cool blieb (4.). Die Duisburger blieben zunächst am Drücker, doch der FCI kämpfte sich zurück. Erst traf Fröde mit einem Schlenzer aus der Distanz die Latte (19.), dann machte Sapina seinen Fehler wieder gut. Nach einer Ecke kam der Ingolstädter am zweiten Pfosten völlig frei zum Kopfball und glich aus (21.). Die Schanzer blieben dran: Lokotsch verpasste eine Hereingabe im Zentrum nur knapp (27.), ehe Rosenlöcher freistehend am Tor vorbeiköpfte (32.). Allerdings schwächten sich die Ingolstädter vor der Pause selbst: Lobinger wurde in die Tiefe geschickt und von Antzoulas gekreuzt. Der Duisburger kam nach dem Kontakt zu Fall, woraufhin Schiedsrichter Benen wegen einer Notbremse die Rote Karte zückte (34.).

Trotz Unterzahl gingen die Ingolstädter kurz nach Wiederanpfiff in Führung: Velupillay ließ einen Einwurf geschickt in den Lauf von Carlsen abtropfen, der aus spitzem Winkel abschloss und Braune überwand (51.). Duisburg war sofort um eine Antwort bemüht: Zunächst traf Casar aus zentraler Position den Pfosten, dann gab Bitter den Ball scharf in die Mitte. Lobinger grätschte zwar heran, verpasste die Hereingabe aber knapp (59./60.). Der Druck des MSV wurde immer größer, doch Scholz verhinderte den Ausgleich im letzten Moment. Nach einer abgewehrten Flanke kam Coskun am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz zum Abschluss. Auf der Linie klärte Scholz für seinen bereits geschlagenen Schlussmann (82.). Weil Duisburg nun alles nach vorne warf, ergaben sich für den FCI Räume. Ugondu zog mit Tempo in den Sechzehner und bediente Kaygin. Fleckstein bekam noch den Fuß dazwischen und hatte Glück, dass der Ball nicht im eigenen Tor landete (84.). Trotz der erst zweiten Saisonniederlage bleibt Duisburg Tabellenführer, Ingolstadt ist nun Fünfter.

Meppen 4:0 Würzburg: Furiose zweite Halbzeit des SVM

Aufsteigerduell und Kellerduell zugleich: Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm Meppen zunehmend die Kontrolle und kam nach einer Ecke erstmals richtig gefährlich vor das Tor. Im Fünfmeterraum köpfte Sprekelmeyer aufs Tor. Rajkovacic war zwar bereits geschlagen, doch Meisel klärte auf der Linie (24.). Zwei Minuten später gingen die Gastgeber dann in Führung: Domröse brachte den Ball in den Strafraum, wo Schmitt mithilfe der Unterkante der Latte zum 1:0 traf (26.). Aluminium blieb das Thema der Partie – diesmal allerdings mit weniger Glück für Meppen: Ehlers' Schuss streifte den Außenpfosten (36.). In der 39. Minute machten es die Gastgeber besser: Ehlers flankte von links in die Mitte, wo Sprekelmeyer den Ball auf Rankic ablegte. Dieser traf mithilfe des linken Innenpfostens zum 2:0.

Meppen wollte zu Beginn der zweiten Halbzeit keinerlei Hoffnung bei Würzburg aufkommen lassen. Zunächst scheiterten Ghawilu und Ehlers an Rajkovacic (54./59.). Dann legte Ehlers nach – und wie: Der Stürmer setzte sich gegen Farahnak durch und ließ auch einen weiteren Verteidiger sehenswert aussteigen. Vor Rajkovacic lupfte er den Ball zum 3:0 ins Tor (61.). Meppen ließ nicht locker und verpasste Würzburg eine deutliche Niederlage: Ehlers brachte einen Freistoß in den Fünfmeterraum, wo Breuning den Ball ins eigene Tor köpfte (74.). Sogar das 5:0 lag noch in der Luft: Touglo bediente Schmitt, der das Tor jedoch knapp verfehlte (86.). Meppen bleibt damit im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und ist nun Elfter. Die Kickers fallen auf den 17. Rang zurück.

Viktoria Köln 3:1 Verl: Heimserie der Kölner bleibt bestehen

Viktoria Köln wollte Platz zwei zurückerobern, doch Verl startete besser in die Partie. Leipold legte den Ball im Strafraum quer, doch die Hereingabe landete zwischen den beiden freistehenden Angreifern Heike und Mesanovic (7.). Verl blieb gefährlicher und hatte Pech: Heike fackelte im Zentrum nicht lange, traf mit seinem Abschluss aber nur die Latte (24.). Wenig brachte auch Köln eine Chance auf den Notizzettel: Castelle versuchte es nach einer feinen Kombination aus der zweiten Reihe, sein Abschluss war jedoch zu zentral. Vieles deutete auf ein Remis zur Pause hin, doch Verl schlug noch zu: Wessig wurde im Rückraum angespielt und zog direkt ab. Kloss fälschte den Flachschuss unhaltbar ab (45.+3.).

Der zweite Durchgang hatte zunächst wenig Tempo zu bieten. Erstmals gefährlich wurde es nach 65 Minuten: Lehmann grätschte Jahn den Ball an den Fuß, sodass Schlieck abtauchen und parieren musste. Auf der anderen Seite gelang Köln der Ausgleich: Sponsel konnte trotz Gegnerdrucks flanken und fand im Zentrum Otto, der die Kugel wuchtig im Tor unterbrachte (71.). Die Viktoria drehte die Partie sogar noch: Duman köpfte eine Hereingabe von Fallsmann präzise ins Eck (86.). Für die Entscheidung sorgte schließlich Jakob: Castelle legte im Sechzehner auf seinen Mitspieler ab, der den Ball mit viel Gefühl ins lange Eck schlenzte. Köln erobert sich dadurch Platz zwei zurück und bleibt im fünften Heimspiel in Serie ungeschlagen. Verl fällt auf Rang 15 zurück.

Wiesbaden 7:1 Großaspach: Seitz-Serie setzt sich fort

Unter dem neuen Trainer Jochen Seitz blieb der SV Wehen Wiesbaden bislang ungeschlagen. Gegen die SG Sonnenhof Großaspach bekam seine Mannschaft nach 18 Minuten die erste Chance – und nutzte diese direkt zur Führung: Müller ließ vor dem Strafraum Aidonis aussteigen und zog ab. Schleimer fälschte den Ball noch unhaltbar ab (18.). Während die Gäste versuchten, ins Spiel zu finden, erhöhte der SVWW: Brandt hob das Leder in den Lauf von Schleimer, der aus der Luft auf Hübner querlegte. Der Verteidiger musste aus kurzer Distanz nur noch einnicken (30.). Noch vor der Pause wurde es für Großaspach deutlich: Celiktas verlor leichtfertig den Ball an Fechner. Am Ende der Kombination kam Massimo an die Kugel und stellte mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel auf 3:0 (35.). Die Gäste schlugen jedoch zurück: Pollex steckte im Strafraum auf Molinari durch, der im Eins-gegen-eins mit Stritzel die Oberhand behielt (39.). Beinahe hätte Großaspach sogar noch auf 2:3 verkürzt. Nach einer Ecke brachte Celiktas den Ball per Kopf in den Fünfmeterraum, wo Maier lauerte, jedoch schlecht zum Ball stand. So konnte Stritzel zupacken (45.).

Die Szene diente dem SVWW offenbar als Warnung. Bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff bediente Paula Greilinger, der das Leder direkt nahm und flach ins lange Eck einschob. Für die Gäste ging es nun dahin – bei Wiesbaden klappte beinahe alles: Müller steckte auf Massimo durch, Reule konnte zwar weit vor seinem Sechzehner klären, doch Paula kam an der Mittellinie an den Ball und traf sehenswert aus der Distanz (66.). Die Gastgeber machten noch das halbe Dutzend voll: Fechner schob den Ball nach Vorlage von Massimo ins Tor (75.). Für den Schlusspunkt sorgte Kalem, der eine Hereingabe von May per Volley verwertete (90.+1.). Seitz bleibt als SVWW-Trainer weiter ohne Niederlage, sein Team springt auf Tabellenplatz acht. Großaspach rutscht auf 16 ab.

   

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