Nach Rückstand: Münster steht im Landespokal-Viertelfinale
Mit etwas Mühe hat der SC Preußen Münster am Dienstagabend das Viertelfinale im westfälischen Landespokal erreicht. Bei Viertligist SG Wattenscheid 09 setzten sich die Adlerträger nach Rückstand mit 3:2 durch.
Frühes Gegentor und Verletzungsschock
Gleich sechs Änderungen nahm Trainer Thomas Wörle gegenüber dem 2:3 in Großaspach vor: Harsman, Koulis, Preißinger, Ndikom, Rösch und Schulz spielten anstelle von Behrens, Paetow, Korte, Mees, Varelmann und Higl. Die Partie im Lohrheidestadion begann dabei denkbar schlecht für die Preußen. Nach einem Patzer von Zeller gelangte der Ball über Nnaji zu Polyakov, der bereits nach 14 Minuten für den Viertligisten einschob.
Und wäre das frühe 0:1 aus Sicht der Preußen nicht schon bitter genug gewesen, verletzte sich kurz danach auch noch Ndikom ohne gegnerische Einwirkung und musste vom Platz. Der Rückstand setzte den Adlerträgern in der Folge sichtlich zu, nach vorne ging nichts. Stattdessen hatte Wattenscheid nach einer halben Stunde die große Chance auf das 2:0, Harsman war aber auf dem Posten. Auch in der Schlussviertelstunde fehlte es den Gästen an Ideen, sodass es mit dem verdienten Rückstand in die Pause ging.
Preußen drehen die Partie
Der Anstoß der zweiten Halbzeit verzögerte sich anschließend, nachdem die mitgereisten Preußen-Fans ein Banner ausgerollt und damit ein Fluchttor versperrt hatten. Zudem wurde Pyrotechnik abgebrannt. Erst mit zehnminütiger Verspätung konnte weitergespielt werden, Wörle wechselte zuvor gleich dreimal aus. Zudem stellte der Preußen-Coach taktisch um, was für neuen Schwung im Angriff sorgte. Und nicht nur das: Nachdem Makridis (53.) und Mees (56.) den Ausgleich zunächst verpassten, sorgte ein Doppelpass des Duos in der 57. Minute für das 1:1. Am Ende war es Makridis, der den Ball über die Linie brachte.
Münster war nun plötzlich voll da und drehte die Partie nach etwas mehr als einer Stunde komplett: Über Higl kam der Ball zu Mees, der zum 2:1 traf (62.). Als Varelmann nach 80 Minuten zum 3:1 traf, schien die Partie entschieden, doch per Elfmeter nach einem Foul von Dietrich verkürzte der Gastgeber in der Schlussphase nochmal (88.). Danach warf Wattenscheid nochmal alles nach vorne, doch Münster brachte den ersten Pflichtspielsieg seit Mitte September über die Zeit und zieht damit ins Viertelfinale ein. In der Liga geht es am Sonntag gegen Fortuna Köln weiter.