Soll ab Winter eine Option sein: RWE verpflichtet vereinslosen Pöpperl
Rot-Weiss Essen hat auf den personellen Engpass im Mittelfeld reagiert und Paul Pöpperl unter Vertrag genommen. Der 23-Jährige war seit Sommer vereinslos, soll nun nach einem Kreuzbandriss wieder an den Spielbetrieb herangeführt werden und spätestens nach der Winterpause eine Option sein.
Zweit- und Drittliga-Erfahrung
Zuletzt spielte der 23-Jährige beim FC Schalke 04, für den er in der vergangenen Saison drei Partien in der 2. Bundesliga sowie 16 Viertliga-Spiele für die U23 bestritt. Die 3. Liga kennt Pöpperl noch aus seiner Zeit bei Viktoria Köln. Bei den Höhenbergern stand er in der Rückrunde der Saison 2024/25 als Leihspieler neunmal auf dem Rasen. Erfahrungen sammelte der Mittelfeldspieler darüber hinaus in der 2. Liga der Niederlande (17 Einsätze).
Im Februar dieses Jahres zog sich der zentrale Mittelfeldspieler einen Kreuzbandriss zu. Seitdem befindet er sich im Aufbautraining, das er künftig an der Hafenstraße fortsetzt. Sein bislang letztes Spiel absolvierte Pöpperl am 14. Dezember 2025 für Schalke gegen den 1. FC Nürnberg. Bis zur vollständigen Rückkehr ins Mannschaftstraining wird es daher noch dauern. Die Essener rechnen aber damit, dass Pöpperl spätestens in der Wintervorbereitung vollumfänglich in Mannschaftstraining einsteigen kann.
Steegmann sieht großes Potenzial
RWE-Direktor Profifußball Marcus Steegmann freut sich "sehr, dass wir Paul für Rot-Weiss Essen gewinnen konnten". Zumal noch andere Klubs am 23-Jährigen interessiert waren. Dem Verein sei bewusst, dass der Mittelfeldspieler nach seiner langen Verletzungspause zunächst Zeit und Spielpraxis benötige. "Gleichzeitig sind wir von seinem Potenzial und seinen Qualitäten überzeugt, die er bereits in der 2. Bundesliga auf hohem Niveau unter Beweis gestellt hat", sagt Steegmann. "Mit seiner Dynamik und seinem Entwicklungspotenzial passt er hervorragend in unser Anforderungsprofil. Wir sind überzeugt, dass er unser zentrales Mittelfeld qualitativ bereichern wird."
Auch Pöpperl blickt seiner neuen Aufgabe positiv entgegen. Er sei "sehr glücklich“, künftig für den Traditionsverein von der Hafenstraße auflaufen zu können. Besonders beeindruckt habe ihn, wie sehr sich die Verantwortlichen trotz seiner schweren Verletzung um ihn bemüht hätten. "Ich fühle mich an der Hafenstraße in guten Händen und kann es kaum erwarten, das Aufbautraining endlich hinter mir zu lassen“, betont der 23-Jährige, der perspektisch eine Alternative zu Tony Menzel im zentralen Mittelfeld sein soll. Die Leihgabe aus Dresden ist derzeit der einzige Achter im Kader, steht momentan aufgrund einer Verletzung nicht zur Verfügung. Entsprechend hatte sich im Mittelfeld ein Engpass ergeben.