Das sind die Gewinner und Verlierer der Englischen Woche

Die zweite Englische Woche der Saison ist Geschichte. liga3-online.de schaut auf die Gewinner und Verlierer.

Gewinner

Gerade mal zwei Punkte hatte der SV Wehen Wiesbaden aus den ersten fünf Spielen der Saison unter Daniel Scherning geholt, was Mitte September zum Aus des 42-Jährigen führte. Jochen Seitz übernahm, gewann zum Auftakt der Englischen Woche zunächst gegen Ingolstadt (4:2) und dann auch gegen Aachen (3:0), ehe es zum Abschluss ein 0:0 in Regensburg gab. Damit hat Seitz in nur einer Woche mehr als dreimal so viele Punkte geholt wie Scherning zuvor in fünf Spielen. Ein Aufwärtstrend, der sich auch in der Tabelle niederschlägt: Vom vorletzten Platz ging es bis auf Rang 13 hoch. War das der Startschuss für die Aufholjagd, um doch noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können?

 

Die perfekte Englische Woche hat der MSV Duisburg durch das Remis gegen Viktoria Köln zwar verpasst, konnte mit dem 1:1 im Topspiel, nachdem zuvor Hoffenheim II (3:2) und Saarbrücken (4:2) besiegt worden waren, aber leben – und das sogar richtig gut. Denn weil Rot-Weiss Essen am Samstag in Ingolstadt unterlag, hat die Mannschaft von Trainer Dietmar Hirsch den Vorsprung auf den Ruhrpott-Rivalen auf komfortable sieben Punkte ausgebaut. Zu Platz 4 sind es gar acht Zähler. Und auch die Viktoria haben die Zebras auf Abstand gehalten, weiterhin liegen fünf Punkte zwischen beiden Klubs.

 

Sein Debüt hatte Trainer Achim Beierlorzer beim 2:4 gegen den SV Wehen Wiesbaden zu Beginn der Englischen Woche noch verloren, danach gab es gegen Mannheim (3:0) und Essen (1:0) aber zwei Siege. In beiden Duellen war zwar auch etwas Glück dabei, schließlich spielten die Schanzer beim Waldhof über 75 Minuten lang in Überzahl und profitierten gegen RWE von einem Chancenwucher des Gegners. Dennoch müssen auch solche Spiele erstmal gewonnen werden – zumal der FCI zuvor dreimal in Folge, teilweise auch unglücklich, als Verlierer vom Platz gegangen war. Mit der Sechs-Punkte-Woche hat sich Ingolstadt in der Tabelle von Platz 14 auf den neunten Rang verbessert.

 

Auf Platz 15 in die Englische Woche gegangen, haben sich die Schwaben durch die Siege gegen Hoffenheim II (3:2) und Fortuna Köln (1:0) sowie das Remis gegen Meppen (1:1) bis auf Platz 7 hochgearbeitet – bei nun drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge. In Köln war zwar auch etwas Glück dabei, weil dem Tor ein nicht geahndetes Foulspiel vorausging, "trotzdem war das Tor, dass wir aus einer Balleroberung erzielen, dann ein super Ding", sagte Trainer Nico Willig nach der Partie. "Zu Null zu spielen, ist eine Riesenfreude, ein Auswärtssieg ist eine große Freude und der Faktor Glück gehört auch dazu."

 

Verlierer

Wird das Foulspiel vor dem 0:1 im Duell mit dem VfB Stuttgart II am Freitagabend gepfiffen, geht Fortuna Köln immerhin mit einem Punkt aus der Partie. So aber stand die zweite Niederlage in Folge, nachdem der Aufsteiger zuvor bereits in Essen (0:2) verloren hatte. Und weil es auch gegen Saarbrücken nicht zu einem Sieg reichte (0:0), gehen die Kölner mit nur einem Punkt aus der Englischen Woche – und blieben als einziges Team zudem ohne Treffer in diesem Zeitraum. Die Folge: In der Tabelle ist die Fortuna vom zwölften auf den vorletzten Platz abgerutscht. Sorgen bereitet vor allem die schwache Offensive (erst acht Tore).

 

Wären die Spiele gegen Essen, Düsseldorf und Großaspach jeweils nach 60 Minuten abgepfiffen worden, hätte der SC Preußen Münster die perfekte Englische Woche gespielt. Schließlich lag der Zweitliga-Absteiger bis zu diesem Zeitpunkt in allen drei Partien vorne. Doch anschließend gab die Wörle-Elf die Spiele noch her. Im Duell mit RWE reichte es aufgrund eines Last-Minute-Treffers immerhin noch zu einem Remis, die anderen beiden Partien gingen verloren. Insgesamt sind die Preußen nun bereits seit fünf Spielen sieglos und in der Tabelle nicht mehr Dritter, sondern nur noch Zwölfter. Trainer Thomas Wörle sitzt dennoch fest im Sattel.

 

Mit dem Debütsieg in Würzburg schien Trainer André Breitenreiter die Kogge zunächst wieder auf Kurs gebracht zu haben, doch anschließend folgten zwei 0:2-Niederlagen gegen Meppen und in Aachen. Bei beiden Spielen traten die alten Probleme der Rostocker in dieser Saison wieder zum Vorschein: Auf der einen Seite eine wacklige Abwehr, die bereits 19 Gegentreffer zuließ, und auf der anderen Seite eine Offensive, die zu viele Chancen braucht. Als Tabellensechster liegt der FCH zwar noch in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen, muss nun aber schnell die Kurve bekommen, damit die ambitionierten Ziele nicht schon früh in weite Ferne rücken.

 

Nicht wenige waren davon ausgegangen, dass der Last-Minute-Sieg in Münster unter der Woche der Wendepunkt in der Saison von Fortuna Düsseldorf sein könnte. Doch nur vier Tage später mussten die Rheinländer beim 1:3 gegen den 1. FC Saarbrücken die bereits vierte Niederlage in dieser Saison hinnehmen, was am Tag danach zum Aus von Trainer Alexander Ende führte. Mit vier Punkten hat F95 zwar keine grottenschlechte Englische Woche gespielt, doch für die hohen Ansprüche ist diese Ausbeute definitiv zu wenig. Bekommt Vereinsurgestein Jens Langeneke den Zweitliga-Absteiger nun auf Kurs?

   

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