"Herausragend": FCS bleibt in der Fremde ungeschlagen
Fünf Auswärtsspiele ohne Niederlage: Mit dem 3:1 bei Fortuna Düsseldorf hat der 1. FC Saarbrücken seine Serie in der Fremde ausgebaut und zugleich die passende Reaktion auf die Duisburg-Pleite gezeigt. Trainer Argirios Giannikis lobte vor allem die taktische Disziplin seiner Mannschaft. Kai Brünker untermauerte mit Tor und Vorlage seinen Wert für den FCS und rückte damit auch seine mögliche Jokerrolle in den Fokus.
"Stolz auf die Mannschaft"
Dabei erwischten die Saarländer zunächst einen nervösen Start. Bereits nach zehn Minuten brachte Jordi Paulina die Fortuna in Führung. Doch der FCS schlug nur drei Minuten später zurück: Brünker verwertete eine Hereingabe zum Ausgleich (13.). Anschließend übernahmen die Gäste zunehmend die Initiative und hätten durch Baran Gürpüz, dessen Abschluss Düsseldorfs Keeper Lennart Lord über die Latte lenkte (20.), sogar in Führung gehen können. Die Phase zwischen der 10. und 30. Minute bezeichnete Giannikis gegenüber "MagentaSport" als "für ein Auswärtsspiel herausragend". Nach dem 2:4 gegen den MSV Duisburg nun derart aufzutreten, mache ihn stolz auf seine Mannschaft.
Den Schlüssel zum Erfolg sah der FCS-Coach vor allem in der taktischen Umsetzung. "Wir haben es geschafft, sie aus dem Zentrum raus auf die Flügel zu locken", erklärte Giannikis. Seine Mannschaft habe die Räume im Zentrum verdichtet und Düsseldorf damit zu Flanken gezwungen, die leidenschaftlich verteidigt wurden. Auch in der anschließenden Pressekonferenz hob der Trainer hervor, dass es gelungen sei, die Düsseldorfer Raute im Zentrum zu kontrollieren. Besonders bemerkenswert: Gegen eine der zuvor besten Defensivreihen der Liga traf Saarbrücken gleich dreimal.
"Fuchst natürlich"
Zum Gesicht des Erfolgs vor 5.000 mitgereisten Fans wurde Brünker. Bereits gegen Duisburg hatte der 32-Jährige nach seiner Einwechslung zur Halbzeit getroffen. In Düsseldorf stand er wieder in der Startelf, erzielte den Ausgleich und bereitete die Führung vor. Dass ihn seine Jokerrolle beschäftigte, gab der Angreifer gegenüber "MagentaSport" unumwunden zu: "Das fuchst natürlich". Entsprechend groß war die Freude über den Erfolg. "Eine wahnsinnig geschlossene Mannschaftsleistung", lobte Brünker, räumte allerdings ein, dass spielerisch nicht alles nach Plan verlaufen sei. Angesichts des großen personellen Umbruchs brauche die Mannschaft Zeit. "Wir arbeiten jetzt effektiv seit dreieinhalb Monaten zusammen und so eine DNA, das geschieht nicht von heute auf morgen."
Auch in der anschließenden Pressekonferenz wurde Brünkers mögliche Jokerrolle thematisiert. Mit fünf Toren zählt der Angreifer zu den besten Scorern der 3. Liga. Giannikis stärkte seinem Stürmer ausdrücklich den Rücken: "Heute hat er gezeigt, dass er vom Start auch sehr, sehr wichtig für die Mannschaft ist." Eine grundsätzliche Festlegung auf die Jokerrolle gebe es nicht. "Wir gucken, wie es passt zum Gegner, wie ist seine Form, seine aktuelle Form", erklärte der Coach. Allerdings musste Brünker wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden. Ob diese Folgen für das kommende Auswärtsspiel beim TSV Havelse haben, blieb zunächst offen. Dort will Saarbrücken seine Ungeschlagen-Serie in der Fremde fortsetzen.