"Nicht akzeptabel": Preußen kritisieren Pyroeinsatz bei F95-Spiel
Nicht nur sportlich verlief der vergangene Mittwochabend für den SC Preußen Münster aufgrund der Last-Minute-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf alles andere als erfreulich, sondern auch abseits des Rasens. Wie bereits berichtet, ist ein 11-jähriges Kind durch Pyrotechnik leicht verletzt worden. In einer Stellungnahme kritisieren die Preußen den Pyroeinsatz während der Partie nun und bezeichnen diesen als "nicht akzeptabel".
Pyrotechnik führte zu Reizung der Augen
Die gute Nachricht schickten die Adlerträger gleich vorneweg: Dem 11-Jährigen gehe es gut, "er möchte und wird beim nächsten Heimspiel wieder mit von der Partie sein". Während der Partie hatten Rauch und Aschepartikel der abgebrannten Pyrotechnik zu Reizungen der Augen geführt. Diese wurden ihm nach Angaben des Vereins zunächst im Stadion durch den Sanitätsdienst ausgewaschen, nach einer kurzen Kontrolle in der Augenklinik konnte der Elfjährige nach Hause.
Nach der Partie nahm der Klub "unmittelbar Kontakt zum Betroffenen und seinen Eltern auf", heißt es. In diesem Fall ging zwar alles gut aus, dennoch habe der Vorfall verdeutlicht, "dass von Pyrotechnik erhebliche Gefahren für unbeteiligte Zuschauerinnen und Zuschauer ausgehen können". Entsprechend stuft der Klub den Einsatz von Pyrotechnik im Preußenstadion als "nicht akzeptabel" ein. "Unsere Position ist klar: Der illegale und unkontrollierte Einsatz von Pyrotechnik darf in keinem Fall die Gesundheit unbeteiligter Menschen gefährden."
Preußen wollen Sicherheitskonzept weiterentwickeln
Weiter erklärt der Zweitliga-Absteiger: "Der SC Preußen Münster verfährt bei Heimspielen nach einem umfangreichen Sicherheitskonzept, das von allen zuständigen Behörden, der Feuerwehr sowie der Polizei mitgezeichnet und von der Dekra vollständig zertifiziert ist." Die nach diesem Konzept durchgeführten Personenkontrollen seien von mehreren Stellen als "besonders gründlich" beurteilt worden. Um an Spieltagen die Sicherheit zu erhöhen, habe der SCP weit über die von den Verbänden geforderten Mindeststandards hinaus Personal im Bereich Prävention und Fanbetreuung angestellt und seine Mitarbeiter stetig in Sicherheitsfunktionen aus- und weitergebildet.
Ungeachtet dessen soll das Sicherheitskonzept in enger Abstimmung mit den Sicherheitspartnern weiterentwickelt werden. Darüber hinaus kündigt Preußen Münster an, die zuständigen Behörden bei ihren Bemühungen um Sicherheit außerhalb des Stadions weiterhin zu unterstützen. Der Verein sieht die Vermeidung solcher Vorfälle als gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten. Die Gesundheit jedes Stadionbesuchers habe höchste Priorität. Ob der Einsatz von Pyrotechnik künftig reduziert werden wird, darf jedoch bezweifelt werden, zumal zuvor schon in den Partien gegen Essen und Saarbrücken mehrfach gezündelt worden war.