Duisburg und Essen jubeln – Rostock patzt gegen Meppen

Am Dienstagabend untermauerte der MSV Duisburg die Tabellenführung mit einem spektakulären 4:2-Sieg in Saarbrücken. Auch RWE erledigte seine Hausaufgaben mit einem 2:0-Heimsieg gegen Fortuna Köln. Rostock patzte dagegen gegen Meppen und musste eine 0:2-Pleite hinnehmen. Außerdem gelang Würzburg ein Comeback in Unterzahl gegen Havelse (2:2). Zudem besiegte der VfB Stuttgart II die TSG Hoffenheim II mit 3:2. 

Saarbrücken 2:4 Duisburg: Gnadenlos effektive Zebras siegen weiter

Im stimmungsvollen Ludwigsparkstadion übernahm der Tabellenführer früh die Initiative. Die ersten Annäherungen durch Casar (8./10.) und Lobinger (9.) blieben allerdings erfolglos. Nach gut zehn Minuten fand dann auch der FCS besser in die Partie und sorgte vor allem über den auffälligen Owusu für Gefahr. Gleich mehrfach musste MSV-Keeper Braune eingreifen (15./24./26.). Mitten hinein in die Saarbrücker Drangphase schlugen die Zebras eiskalt zu: Nach einem starken Ballgewinn von Casar traf Lobinger mithilfe des Innenpfostens zur Führung (29.). Nur fünf Minuten später legte Duisburg nach: Bignetti parierte zunächst glänzend gegen Bulic, doch Fleckstein staubte zum 2:0 ab (34.). Saarbrücken reagierte mit wütenden Angriffen, doch Braune verhinderte gegen Caliskaner den Anschlusstreffer (36.). Stattdessen schlug der MSV erneut zu: Nachdem Noß noch an der Latte gescheitert war (41.), drückte Bulic den Ball nach der folgenden Ecke zum 3:0 über die Linie (42.). Ein beeindruckend effizienter Auftritt des Spitzenreiters, der das 3:0 mit in die Pause nahm.

FCS-Trainer Giannikis reagierte zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel und brachte Vasiliadis und Brünker in die Partie. Eine Maßnahme, die sich schnell auszahlen sollte: Nach einer Flanke von Fahrner rutschte Fleckstein weg, sodass Brünker an den Ball kam und diesen gekonnt zum 1:3 verwertete (51.). Der Treffer gab den Saarländern Auftrieb, doch im letzten Drittel agierten sie häufig zu umständlich. Stattdessen boten sich Duisburg zwei Großchancen zur Vorentscheidung: Erst vergab Lobinger freistehend (59.), ehe Bignetti mit einem starken Reflex gegen Kother retten konnte (62.). Saarbrücken zeigte sich weiterhin bemüht, kam jedoch nicht so recht durch. Stattdessen schlug MSV-Joker Krüger zu und verwertete eine Bitter-Flanke technisch sehenswert zum 4:1 (81.). Den Schlusspunkt setzte allerdings der FCS: Nach einem Patzer von Casar traf Gürpüz zum 2:4 (90.). Duisburg feierte damit den achten Sieg im neunten Saisonspiel und festigt die Tabellenführung, während Saarbrücken Fünfter bleibt. Am Sonntag empfangen die Zebras Viktoria Köln zum Spitzenspiel, der FCS gastiert bereits am Samstag in Düsseldorf.

Rostock 0:2 Meppen: Zwei Ecken brechen Hansa das Genick

Im heimischen Ostseestadion übernahm Hansa von Beginn an die Spielkontrolle, tat sich gegen aggressiv anlaufende und kompakt verteidigende Meppener aber schwer. Die Gäste setzten auf Zweikampfhärte und schnelle Gegenstöße, während Rostock zunächst vergeblich nach Lücken suchte. Erst nach rund 20 Minuten wurde die Kogge gefährlicher: Nach einer Hereingabe von Karada scheiterte Kölle aus kurzer Distanz am stark reagierenden Pünt (24.). Auch danach blieb Rostock tonangebend, ohne sich jedoch viele klare Chancen zu erspielen. Stattdessen bot sich plötzlich Meppen die Riesenchance zur Führung: Nach einer Ecke scheiterte zunächst Prasse aus spitzem Winkel an Unbehaun, ehe Zehir aus wenigen Metern freistehend über das Tor köpfte (40.). So ging es nach einem insgesamt zähen ersten Durchgang torlos in die Kabinen.

SVM-Coach Beniermann brachte zur Pause Ghawilu, um die Offensive zu beleben. Und tatsächlich kamen die Emsländer etwas mutiger aus der Kabine, ohne jedoch große Gefahr auszustrahlen. Rostock agierte derweil erstaunlich ideenlos. So plätscherte die Partie lange vor sich hin, ehe Meppen plötzlich zuschlug: Nach einer Ecke parierte Unbehaun zunächst einen Kopfball von Sprekelmeyer, doch Rankic staubte zur überraschenden Gästeführung ab (73.). Hansa warf nun alles nach vorne, doch die Durchschlagskraft fehlte weiterhin. Erst kurz vor Schluss wurde es richtig gefährlich, als Pünt gegen Michaelis mit einer spektakulären Doppelparade rettete (87.). Statt des Ausgleichs fiel auf der Gegenseite die Entscheidung – erneut nach einer Ecke. Unbehaun konnte die Hereingabe nur ungenügend abwehren, sodass Touglo zum 2:0-Endstand einköpfen konnte (89.). Rostock bleibt damit vorerst Vierter und gastiert am Samstag in Aachen. Meppen klettert durch den ersten Sieg nach fünf Spielen auf Rang 14 und empfängt am Sonntag Havelse.

Essen 2:0 Fortuna Köln: RWE siegt im einer Spitzenmannschaft

Im Duell zwischen dem Tabellendritten und dem Zwölften mussten sich die Zuschauer zunächst gedulden. Fortuna Köln hielt die Gastgeber geschickt vom eigenen Tor fern und setzte seinerseits offensive Akzente, jedoch ohne gefährlich zu werden. RWE schlug dagegen gleich mit der ersten echten Chance eiskalt zu: Obuz spielte einen feinen Ball an den Fünfmeterraum, wo Torjäger Janssen gekonnt zum 1:0 einschob (20.). Die Führung gab den Essenern Auftrieb. Nach einem Fehlpass von Fortuna-Keeper Winkler bediente Telalovic den freistehenden Obuz, der den Ball jedoch knapp am Tor vorbeisetzte (25.). Auch in der Folge blieb RWE die spielbestimmende Mannschaft, ohne dabei sonderlich zu glänzen. Insgesamt entwickelte sich eine recht zerfahrene Partie, die mit einer knappen, aber verdienten Essener Führung in die Pause ging.

Gäste-Coach Mink brachte zur Pause Thier für Telle und sah, wie seine Fortuna kurz nach Wiederanpfiff die bis dato beste Chance verzeichnete: Nach einer Flanke setzte Mause den Ball nur knapp über das Tor (50.). Ansonsten blieb Essen die spielbestimmende Mannschaft, ohne allerdings sonderlich viel Torgefahr auszustrahlen. Köln bemühte sich zwar um den Ausgleich, fand gegen die gut organisierte RWE-Defensive aber kaum Lösungen. So plätscherte die Partie weitgehend vor sich hin, ehe die Essener kurz vor Schluss für die Entscheidung sorgten: Der kurz zuvor eingewechselte Cuber Potocnik marschierte über das halbe Feld und traf aus rund 20 Metern zum 2:0 – was für eine starke Einzelaktion (82.)! Mehr passierte nicht mehr, sodass Essen einen unspektakulären, aber verdienten Heimsieg feierte und damit Platz drei behauptet. Köln rutscht auf Platz 13 ab. Für RWE geht es am Samstag in Ingolstadt weiter, die Fortuna empfängt bereits am Freitag Stuttgart II.

Havelse 2:2 Würzburg: Starkes Kickers-Comeback in Unterzahl

Die Freude beim TSV Havelse über die Rückkehr ins Eilenriedestadion war groß, doch zunächst erwischten die Gäste aus Würzburg den leicht besseren Start und verzeichneten durch Farahnak die erste nennenswerte Chance (6.). Havelse meldete sich über Wriedt (13.) und Sommer (21.) an. Kurz darauf legte Velasco bei einem Konter für Wriedt auf, der nur noch einschieben musste – 1:0 für den TSV (25.)! Nur zwei Minuten später kam es für die Kickers knüppeldick: Farahnak brachte Wriedt als letzter Mann zu Fall und sah folgerichtig die Rote Karte (27.). Die Hausherren nutzten ihre Überzahl prompt aus: Sommer setzte sich stark durch und bediente erneut Wriedt, der auf 2:0 erhöhte (35.). Würzburg hätte durch Franjic beinahe verkürzt, doch der Offensivspieler verzog aus aussichtsreicher Position (39.). Auf der Gegenseite bot sich Wriedt die Top-Chance zum Hattrick, allerdings verfehlte der Stürmer diesmal aus drei Metern das leere Tor (43.). So ging Havelse mit einer 2:0-Führung in die Kabine.

Die Kickers, bei denen Omore zur Pause für Evina gekommen war, erwischten trotz Unterzahl den besseren Start in den zweiten Durchgang. Würzburg bemühte sich um Spielkontrolle, während Havelse angesichts der komfortablen Führung zunächst wenig investierte. Beinahe hätte Wardak dennoch auf 3:0 erhöht, scheiterte aus kurzer Distanz aber an Rajkovacic (59.). Gut zehn Minuten später gelang Würzburg der Anschlusstreffer: Bonga verwandelte einen Foulelfmeter sicher, nachdem Mausehund den eingewechselten Nischalke zu Fall gebracht hatte (70.). Havelse boten sich in der Folge mehrfach Chancen zur Entscheidung, doch die Hausherren ließen sie allesamt liegen. Das sollte sich bitter rächen: Tief in der Nachspielzeit gab es erneut Elfmeter für Würzburg, den Nischalke eiskalt zum umjubelten 2:2-Ausgleich verwandelte (90.+2). Damit retteten die Kickers in Unterzahl einen kaum noch für möglich gehaltenen Punkt. Am Samstag empfängt Würzburg Waldhof Mannheim. Havelse, das durch das Remis Tabellenletzter bleibt, gastiert am Sonntag in Meppen.

Stuttgart II 3:2 Hoffenheim II: TSG-Aufholjagd ohne Happy End

Im Duell der Zweitvertretungen erwischten die Schwaben einen Traumstart und gingen mit dem ersten Abschuss direkt in Führung: Penna netzte nach einem Doppelpass mit Redzepi aus 22 Metern gekonnt ein (7.). Und nur wenige Augenblicke später nutze Redzepi einen kapitalen Fehler von TSG-Kapitän Lässig und erhöhte direkt auf 2:0 für den VfB (9.). Hoffenheim zeigte sich zunächst geschockt, fand aber allmählich besser in die Partie, ohne dabei große Gefahr auszustrahlen. Umso überraschender fiel der Anschlusstreffer: Nach einem langen Ball von Poller köpfte die Stuttgarter Profi-Leihgabe Stergiou die Kugel unglücklich am herausgeeilten Keeper von der Felsen vorbei ins eigene Tor (36.). Mit dem 2:1 für den VfB ging es dann auch in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Kraichgauer zunehmend das Kommando und drängten auf den Ausgleich. Zunächst scheiterte Fields am stark reagierenden von der Felsen (54.), ehe Spranger nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum längst verdienten 2:2 traf (68.). Hoffenheim blieb am Drücker und schnupperte nun sogar am Führungstreffer, doch von der Felsen parierte gegen Poller (70.) und Köhler rettete gegen Zor (72.). Stattdessen schlugen die Schwaben aus dem Nichts zurück: Bei einem Konter setzte sich van der Leij gegen gleich mehrere Gegenspieler durch und traf mit einem leicht abgefälschten Distanzschuss sehenswert zum 3:2 – eine sehr starke Einzelaktion des Jokers (74.). Von diesem Wirkungstreffer erholten sich die Gäste nicht mehr. So feierte Stuttgart II nach 164 Tagen wieder einen Heimsieg. Dadurch verbessert sich der VfB auf Tabellenplatz elf, während die TSG nach der zweiten Pleite in Folge auf Rang 7 abrutscht.

   

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