Reinhardt nach 1:5 selbstkritisch: "Nehme ich auf meine Kappe"
Die SG Sonnenhof Großaspach kam gegen Waldhof Mannheim nach früher Führung mit 1:5 unter die Räder. Nach dem Spiel übernahm Trainer Pascal Reinhardt die Verantwortung für die Niederlage und nahm seine Spieler in Schutz.
"Habe viel Positives gesehen"
Diese Klatsche kam unerwartet. Über weite Strecken war nicht abzusehen, dass das Spiel so extrem kippen könnte. Dementsprechend war der Großaspach-Trainer mit der Leistung seiner Mannschaft nicht gänzlich unzufrieden. "Wir haben zwar 1:5 verloren, aber ich habe viel Positives gesehen", meinte Reinhardt am Mikrofon von "MagentaSport" und führte aus: "Wir gehen 1:0 in Führung, kriegen dann zu schnell und viel zu einfach den Ausgleich. Das hat uns ein Stück weit aus dem Konzept gebracht."
Nach nur 24 Sekunden war die Führung aus der elften Minute wieder dahin. Trotz des Rückstands zur Pause blieb die SGS mutig. "Kurz nach der Halbzeit haben wir die Riesenchance auf das 2:2, machen es nicht, und dann ist es die Qualität von Mannheim", so Reinhardt. Die Hausherren gingen das Spiel offensiv an und liefen in der letzten Viertelstunde, in der drei Tore fielen, ins offene Messer. "Wir haben anders begonnen als in den vergangenen Spielen. Das nehme ich auf meine Kappe, da stelle ich mich vor meine Jungs, weil sie viel investiert haben und trotzdem haben sie zu viele Zweikämpfe verloren", gab sich der junge Trainer selbstkritisch.
"Die Mannschaft hat einen guten Charakter"
Der 34-Jährige trieb seine Spieler von der Seitenlinie lautstark an und versuchte, auf sie einzuwirken. "Mir hat es nicht gefallen, dass wir eigentlich gut drauf waren, aber uns nicht belohnt haben mit dem letzten Punch." Mangelnden Einsatz konnte er seinen Schützlingen nicht vorwerfen. "Wir haben viel investiert. Ich spreche überhaupt keinem Spieler den Willen ab, ganz im Gegenteil. Wir wollten die ganze Zeit." Am Ende wollten sie zu viel und kassierten die höchste Niederlage der laufenden Saison.
Diese heftige Pleite muss der Aufsteiger nun schnell aus den Köpfen bekommen. Allerdings ohne Trainer Reinhardt, der zum Lehrgang muss. "Es nervt mich, dass ich jetzt zur A-Lizenz muss am Montag und Dienstag. Dass ich nicht bei der Mannschaft sein kann, finde ich ehrlich gesagt scheiße", platzte es aus dem emotionalen Coach heraus. "Trotzdem ist das Vertrauen in meine Co-Trainer hoch, dass sie es gut aufarbeiten werden mit der Mannschaft." Ebenso zuversichtlich gab sich Reinhardt, dass sein Team diesen Rückschlag verkraftet. "Die Mannschaft hat einen guten Charakter, sodass uns das jetzt nicht aus dem Konzept bringt. Wir werden genauso weitermachen". Für Großaspach geht es Mittwoch mit einem Auswärtsspiel bei Viktoria Köln weiter.