"Das ist einfach Wahnsinn": SV Meppen seit fünf Spielen sieglos
Die Serie von vier Niederlagen am Stück hat der SV Meppen mit dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart II zwar gestoppt, ist nun allerdings bereits seit fünf Spielen sieglos und war daher nicht wirklich zufrieden mit dem Punkt – vor allem aufgrund der Anzahl der Chancen.
"Der Punkt fühlt sich schlecht an"
Nein, über fehlende Tormöglichkeiten konnten sich die Emsländer an diesem Samstagnachmittag wahrlich nicht beklagen. Doch sowohl Schmitt (60.) als auch Prasse (63. / 65.) und Borsum (79.) brachten den Ball im zweiten Durchgang nicht im Tor unter, sodass sich der Aufsteiger mit einem 1:1 zufriedengeben musste. Für Zufriedenheit sorgte das Remis allerdings nicht wirklich. "Der Punkt fühlt sich schlecht an, weil wir so viele gute Chancen hatten und daher gewinnen müssen", sagte Trainer Lucas Beniermann bei "MagentaSport".
Zu Beginn habe der SVM in "30 katastrophalen Minuten" zwar Glück gehabt, nur ein Gegentor kassiert zu haben, "danach haben wir zu viele Möglichkeiten vergeben". Zwar punkteten die Emsländer erstmals seit Ende August wieder, "am Ende sind es aber zwei Zähler zu wenig, denn wir brauchen Siege. Wir haben starke Moral in der Truppe, aber die Chancenverwertung begleitet uns schon länger. Der Ball muss über die Linie. Das ist am Ende ein Qualitätsthema. Aber wir bleiben dran."
Auf Platz 18 abgerutscht
Für den einzigen Meppener Treffer sorgte Oliver Schmitt kurz vor der Pause. "Mein Tor war auf jeden Fall ein wichtiges Tor in einer wichtigen Phase, kurz vor der Halbzeit", sagte er gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Nach der Pause "hätten wir das Spiel schon gewinnen müssen, weil wir einfach viele große Chancen hatten und mit den Fans im Rücken gedrückt haben. Und das hat man auch im Stadion gemerkt. Es ist natürlich schade, dass das dann nicht geklappt hat."
Womöglich hätte der Schmitt-Treffer gereicht, wenn der VfB nach 15 Minuten nicht in Führung gegangen wäre. "Es ist natürlich wieder ärgerlich, dass wir, glaube ich, mit der ersten Chance von Stuttgart wieder das Gegentor kriegen. Das ist einfach Wahnsinn, wie effizient die Mannschaften gegen uns sind, gefühlt immer mit der ersten Chance das Tor zu machen", ärgerte sich Thorben Deters. Weil Regensburg zeitgleich gewinnen konnte, sind die Emsländer in der Tabelle auf Rang 18 abgerutscht. Sollte auch Wiesbaden gegen Ingolstadt als Sieger vom Platz gehen, wäre die Beniermann-Elf Vorletzter. Umso wichtiger wäre ein Sieg am kommenden Dienstag, allerdings geht es dann gegen Topfavorit Hansa Rostock. "Wir müssen bei uns bleiben, dann wird alles gut", blickte der Coach voraus. "Ich bin der festen Überzeugung, dass der Knoten platzen wird, wenn wir die Tore machen."