Landespokal: Verl scheitert vom Punkt – RWE glanzlos weiter

Landespokal-Aus für den SC Verl. Die Ostwestfalen unterlagen Fünftligist Gievenbeck im Elfmeterschießen. Eine Runde weiter ist dagegen Rot-Weiss Essen, das sich glanzlos mit 3:0 bei Bezirksligist Broekhuysen durchsetzte.

1. FC Gievenbeck 11:10 (n.E.) SC Verl

Der Spitzenreiter der Oberliga Westfalen forderte den Favoriten aus der 3. Liga heraus, der sich mit Siegen gegen Kaunitz (6:0) und Maaslingen (3:2) für die 3. Runde qualifiziert hat. Und die Hausherren setzten Verl früh unter Druck, aber aus einer guten Anfangsphase konnte der Außenseiter keinen Ertrag ziehen. Dann zog der SCV das Momentum prompt auf seine Seite, indem Mesanovic nach Vorarbeit von Otto vollstreckte (15.) – dachten jedenfalls alle, denn Gievenbeck hatte die Antwort parat: Martin erzielte den Ausgleich (19.). Infolgedessen legte Verl mehr Wert auf Ballbesitz und Spielkontrolle. Ein Durchkommen gab es für den Sportclub allerdings nicht, weshalb sich am Spielstand vor der Pause nichts mehr änderte.

Unverändertes Bild nach dem Seitenwechsel: Verl hatte die Kugel, aber es fehlte die letzte Konsequenz. Die Abschlüsse auf Seiten des Sportclubs mehrten sich zwar, aber die Einschläge blieben aus. Es dauerte lange, aber dann jubelte der Sportclub doch noch. Foti, der bereits nach 13 Minuten verletzungsbedingt für Kaube in die Partie kam, wurde bei einem Eckball sträflich alleine gelassen – und so netzte der Offensivspieler zum späten 2:1 ein (82.). Und wieder war es der Außenseiter, der unerwartet zurückschlug: Ritter traf kurz vor Schluss zum erneuten Ausgleich (89.). Das bedeutete, dass die Teams nach 90 Minuten ins Elfmeterschießen mussten.

Die ersten fünf Elfmeter waren allesamt drin, der erste Fehlschuss ging dann auf Kosten des Drittligisten. Wessig verschoss, was der SCV aber schnell wieder ausgleichen konnte. Den nächsten Elfmeter von Gievenbeck konnte Pekruhl abwehren, sodass die Gastgeber es verpassten, Verl noch mehr unter Druck zu setzen. Im Anschluss zeigten sich beide Vereine wieder beeindruckend treffsicher. Ganze zwölf Elfmeter wurden in Folge verwandelt! Schlussendlich war es dann Verls Torhüter Pekruhl der selbst antreten musste und nicht verwandeln konnte. Damit ist Verl nach einem langen Elfmeterschießen aus dem diesjährigen Landespokal ausgeschieden. In der Liga geht es für die Ostwestfalen am 11. Oktober auswärts bei Fortuna Düsseldorf weiter (19:30 Uhr).

SF Broekhuysen 0:3 Rot-Weiss Essen

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte spielte Broekhuysen gegen eine Profi-Mannschaft. Diesen Status wollte der Drittligist sogleich beim Bezirksligisten untermauern, aber bei einem Abschluss von Brumme warf sich Willems noch in höchster Not dazwischen (9.). RWE kontrollierte die Partie, doch die Mannschaft von Uwe Koschinat tat sich vor dem gegnerischen Kasten nicht leicht – was auch daran lag, dass der Außenseiter mutig nach vorne verteidigte. Und hinten hielt Bünnings: Ein Abpraller flog vor die Füße von Cuber Potocnik, aber der SFB-Keeper parierte mit dem Fuß (26.). Dann platzte der Knoten doch noch, als Reisig wuchtig in eine Flanke sprang und zur Führung einnickte (29.). Bünnings verhinderte anschließend gegen Janssen eine höhere Führung des Favoriten (32.). Der traumhafte Abschluss von Abwehrspieler Celebi aus 26 Metern war dann jedoch unhaltbar – 2:0 (42.)!

Mit Beginn der zweiten Hälfte machte RWE schon alles klar. Eine Flanke von Pesch landete am zweiten Pfosten bei Janssen, der den dritten Treffer markierte (52.). Im Laufe der zweiten Halbzeit nahmen die Gäste dann etwas den Fuß vom Gas und ließen Ball und Gegner laufen. Die größten Möglichkeiten zu erhöhen vergaben Potocnik (70.), der an der Latte scheiterte und Janssen. Dieser konnte den Ball aus wenigen Metern aber nicht über die Linie drücken (75.). RWE spielte weiter nach vorne, gefährliche Abschlüsse folgten daraufhin aber nicht mehr. so blieb es bei einem glanzlosen 3:0 Auswärtssieg. Nach der Länderspielpause muss der Drittligist dann am Freitagabend (09.10, 19:00 Uhr) auswärts in Münster antreten.

   

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