"Ellenbogen hat da nichts zu suchen": FCS hadert mit Nicht-Pfiff

Es bleibt dabei: der FC Ingolstadt ist der Angstgegner des 1. FC Saarbrücken. Beim 0:1 kassierten die Saarländer am Samstag die sechste Niederlage im elften Drittliga-Duell mit den Schanzern. Zum einen, weil der FCS seine Chancen nicht nutzte. Zum anderen, weil ein Ellenbogenschlag im Strafraum gegen Multhaup nicht geahndet wurde. Trainer Argirios Giannikis hatte eine klare Meinung dazu.

"Wenn ein VAR dagewesen wäre, …"

In der Nachspielzeit war sie nochmal da, die große Chance auf den Ausgleich. Nach einer Flanke von Pick stand Brünker eigentlich genau richtig, setzte den Ball aber drüber und vergab damit die letzte Gelegenheit in einer Partie, die der FCS nicht hätte verlieren müssen. Womöglich hätte es zu einem Remis gereicht, wenn Schiedsrichter Michael Näther in der 80. Minute auf den Punkt gezeigt hätte. Denn bei einem Zweikampf um den Ball bekam Saarbrückens Maurice Multhaup den Ellenbogen von Nishan Velupillay ins Gesicht und ging zu Fall. Näther ließ jedoch weiterspielen – sehr zum Unverständnis von Trainer Argirios Giannikis.

"Der Ellenbogen geht ins Gesicht und hat da oben nichts zu suchen", sagte er am "MagentaSport"-Mikrofon. "Wenn ein VAR dagewesen wäre, wäre es ganz klar, was passiert wäre." Nämlich Elfmeter und Gelb-Rot für Velupillay, der bereits verwarnt war. "Das sind ganz klare Regeln. Da haben wir auch in höherklassigeren Ligen gesehen, was da gepfiffen wird. Insofern wäre es gewesen, aber okay." FCI-Trainerin Sabrina Wittmann hatte eine andere Auffassung zu der Szene: "Er dreht nur den Körper von sich weg. Das ist kein Check, nichts. Ich war auch überrascht, als es mir gesagt wurde. Ich habe es gar nicht gemerkt. Ich musste erstmal fragen, welche Situation das ist. Deswegen würde ich nicht sagen, dass wir uns da falsch verhalten haben."

"Es tut extrem weh"

Die Niederlage allein an der Szene festmachen, wollten die Saarbrücker aber nicht. "Wir haben in den ersten 15 Minuten, in denen wir gut im Spiel waren, unsere Chancen nicht genutzt", ging Giannikis auch kritisch mit der Leistung der eigenen Mannschaft um. "Wir brauchen eine maximale Aufgabenerfüllung und eine maximale Top-Leistung gegen eine Mannschaft wie Ingolstadt. Das haben wir nicht gehabt und waren oft auch zu unsauber mit dem Ball. Dann entsteht sowas." Und nachdem die Saarländer in Minute 27 in Rückstand geraten waren, bissen sie sich gegen tiefstehende Ingolstädter die Zähne aus.

"Es ist schon hart, hier zu verlieren", sagte Mladen Cvjetinovic bei "Saarnews". Auch Calogero Rizzuto bezeichnete die Niederlage als "absolut vermeidbar" und meinte: "Es tut extrem weh. Wir haben den Gegner mit kleinen Fehler stark gemacht." Nun gelte es, aus der zweiten Heimniederlage in Folge zu lernen, wie Giannikis betonte, um es schon am Mittwochabend in Münster besser zu machen. Ob Multhaup dabei sein wird, ist allerdings noch offen. Wie Giannikis bei der Pressekonferenz nach der Partie berichtete, befinde sich der 29-Jährige nach dem Ellenbogenschlag mit Verdacht auf Nasenbeinbruch auf dem Weg ins Krankenhaus.

   

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