Nach starkem Lauf: Viktoria will nicht übermütig werden

Mit Rückenwind geht Viktoria Köln am Samstag in das Auswärtsspiel gegen Rot-Weiss Essen. Der 4:1-Sieg über Preußen Münster soll allerdings nicht zu Übermut führen. Im Mediengespräch vor der Partie machte Marian Wilhelm deutlich, dass es am Samstag eine Topleistung benötige.

Auftaktniederlage "hat uns schon die Augen geöffnet"

Der Saisonstart drohte schiefzugehen. Doch mit zwei Siegen in Folge in der Liga und einem äußerst unglücklichen Pokal-Aus gegen den 1. FC Nürnberg ist Viktoria Köln in der Saison angekommen. Zuletzt gab es gegen Zweitliga-Absteiger Preußen Münster ein deutliches 4:1. Der Erfolg "tat extrem gut, das kann man nicht anders sagen", blickte Trainer Marian Wilhelm zurück. Besonders die Art und Weise, wie seine Mannschaft aufgetreten war, habe ihm gefallen. Doch daraus dürfe nun kein Übermut folgen: "Wir werden wahrscheinlich nicht immer die ersten beiden Torchancen verwerten. Von daher wissen wir, dass der Spielverlauf für uns positiv war."

Dennoch hatte sich bei Viktoria Köln seit dem ersten Spieltag das Mindset geändert. Die deutliche Auftaktniederlage gegen den SSV Jahn Regensburg (2:5) "hat uns schon die Augen geöffnet, dass uns in dieser Liga nichts geschenkt wird", sagte Tobias Eisenhuth. Mit Rot-Weiss Essen wartete nun "eine absolute Spitzenmannschaft" auf die Kölner, meinte derweil Wilhelm: "Die Überraschung im DFB-Pokal zeigt auch einfach, wie gut diese Mannschaft ist. Sie haben viel individuelle Qualität, gerade auf den Flügelpositionen, und sorgen sowohl aus der Verteidigung als auch offensiv für extrem viel Gefahr."

"Ein paar kleine Wehwehchen"

Dementsprechend werde vor allem die Kölner Defensive gefordert sein: "Wir müssen als Gruppe auf dem Platz stehen und klar verteidigen." Im Ballbesitz wiederum forderte Wilhelm Klarheit: "Sie sind gegen den Ball maximal unangenehm. Sie versuchen immer, so, glaube ich, jedem Spieler den Rhythmus zu nehmen. Sie haben eine extrem hohe Physis." Summa summarum "benötigen wir eine Topleistung. Das wird eine absolute Herausforderung."

Im Hinblick auf das Personal gab es zwar "ein paar kleine Wehwehchen, die wir in Richtung Wochenende beobachten", mit weiteren Ausfällen rechnete der Trainer aber nicht. Christoph Greger "hat jetzt schon die ersten Schritte wieder mit der Mannschaft gemacht", dennoch war er für das Spiel am Samstag noch keine Option.

   

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