"Hat etwas mit Qualität zu tun": Hirsch über Auswärtsproblem

Die im Vergleich zur Heimstärke schwächere Auswärtsbilanz war ein Mitgrund dafür, dass Duisburg den Aufstieg in der vergangenen Saison verpasste. Das soll sich in dieser Saison ändern – angefangen am Samstag beim SC Verl. Dabei geht es laut Trainer Dietmar Hirsch vor allem um den Kopf, wie er im Mediengespräch vor der Partie betonte.

"Über solche Themen reden wir nicht"

Zuhause hatte der MSV Duisburg in der zurückliegenden Saison 47 Punkte geholt und war damit Spitzenreiter. Auswärts fiel die Ausbeute dagegen deutlich geringer aus: 21 Zähler, Rang zehn. Das soll in dieser Saison anders werden – angefangen beim Gastspiel beim SC Verl. Damit das gelingt, geht es laut Cheftrainer Dietmar Hirsch allerdings nicht um veränderte Abläufe: "Es ist der Kopf", erläuterte er: "Man muss die Widerstände – andere Kabine, anderer Rasen – brechen. Das hat etwas mit Qualität zu tun, sich mental in diese Verfassung zu bringen." Denn am Ende "ist es doch immer gleich. 22 Spieler, zwei Tore – egal, ob zuhause oder auswärts".

Ein anderes Thema, das Duisburg derzeit beschäftigt, ist Kapitän Alexander Hahn. Gegen den SV Meppen stand der Spielführer nicht einmal im Kader, anschließend kamen Wechselgerüchte auf. Hirsch stellte jedoch klar: "Über solche Themen reden wir nicht. Dieses Thema habe ich mit Ali und seinem Berater nicht besprochen. Ich weiß nicht, wie der Austausch mit Chris Schmoldt ist. Wir reden nur über sportliche, mannschaftsinterne Dinge." Schmoldt wiederum bezeichnete die Wechselgerüchte in der "WAZ" als "reines Medienthema".

"War mit großer Wahrscheinlichkeit einzigartig"

Ob der Kapitän in Verl auf einen Einsatz hoffen darf, ließ Hirsch ebenso offen wie mögliche Veränderungen in der Startelf: "Wir machen uns Gedanken, wie wir wechseln könnten, was passieren kann, wer uns auf welchen Positionen taktisch und von der Intensität her helfen kann. Das sind alles Dinge, die wir mit einfließen lassen."

Auf einen Krimi wie in der Vorsaison, als Duisburg einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg drehte, glaubt Hirsch allerdings nicht erneut. "Das war mit großer Wahrscheinlichkeit einzigartig, wenn man bei einer solchen spielstarken Mannschaft ein 0:2 noch dreht." Personell kann Hirsch bis auf Dennis Borkowski und Frederik Christensen aus dem Vollen schöpfen. Peter Remmert hatte unter der Woche zwar einen Schlag auf den Fuß bekommen, doch die Schwellung nimmt stetig ab.

"Das halbe Stadion wird wieder blau-weiß sein"

Wenngleich die Ostwestfalen in Aachen eine herbe Niederlage kassierten (1:4), rechnet Hirsch mit einer spielstarken Mannschaft: "Es gab zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten. Die erste war typisch für sie. Viel Ballbesitz, viele Positionswechsel. Auch in die zweite Halbzeit sind sie gut reingekommen, aber Aachen hat ihre Fehler genutzt und dann war auch das Stadion da."

Dennoch gehe Verl "unabhängig von Spielern oder Trainern seinen Weg weiter. Wir wissen daher, was zu tun ist, da sie ihren Plan aufgrund der Niederlage nicht umwerfen werden". Das bedeutet für Hirsch vor allem: "Wir dürfen ihnen keine Räume geben." Übrigens, das Thema Stadion: Darauf setzt auch Hirsch. "Das halbe Stadion wird wieder blau-weiß sein. Klar, ist es formell ein Auswärtsspiel. Aber wir wollen früh unsere Fans mitnehmen und mutig spielen." Rund 2.000 Anhänger werden dabei sein – und für Heimspielatmosphäre sorgen.

   

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